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Olympia 2016
Russland will gesperrte Athleten finanziell entschädigen

Russischer Dopingsumpf: eine Chronologie
Russischer Dopingsumpf: eine Chronologie
Moskau. Russland möchte seine bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gesperrten Sportler finanziell entschädigen. Dies kündigte Ministerpräsident Dimitri Medwedew am Donnerstag beim Empfang des russischen Olympiateams im Kreml an.

Die Stiftung zum Wohle russischer Olympia-Teilnehmer werde "unsere Spitzensportler, allen voran die Mitglieder unserer Leichtathletikmannschaft, die von den Spielen durch das IOC ausgeschlossen waren, finanziell unterstützen", sagte Medwedew.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte sich trotz des erwiesenen Staatsdopings in Russland nicht zu einem Komplett-Ausschluss durchringen können. Am Ende starteten 271 von 378 nominierten russischen Athleten. Sie gewannen 56 Medaillen (19/19/18) und belegten Rang vier im Medaillenspiegel, direkt vor Deutschland. Jeder Medaillengewinner wurde mit einem PKW deutscher Bauart und einer Prämie zwischen umgerechnet rund 23.000 Euro und 55.000 Euro belohnt.

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte sämtliche russischen Leichtathleten mit Ausnahme der in den USA lebenden und trainierenden Darja Klischina für Olympia ausgeschlossen.

(sid)
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