| 08.12 Uhr

Olympia 2016
Sperre von Anti-Doping-Labor in Rio aufgehoben

Olympia 2016: Sperre von Anti-Doping-Labor in Rio aufgehoben
Im Anti-Doping-Labor sollen bei den Sommerspielen etwa 5000 Dopingproben analysiert werden. FOTO: ap
Rio de Janeiro. Rund zwei Wochen vor Olympia-Beginn hat das Anti-Doping-Labor in Rio de Janeiro doch noch die Lizenz für die Untersuchung tausender Doping-Proben erhalten. Wie die Welt-Anti-Doping-Agentur mitteilte, sei die Suspendierung aufgehoben worden.

Das Labor erfülle nun internationale Standards, heißt es. Hier sollen bei den Sommerspielen etwa 5000 Dopingproben analysiert werden. Wäre es bei der am 24. Juni verfügten Suspendierung geblieben, hätten alle Dopingproben in ein anderes Land gebracht und dort untersucht werden müssen.

In Rio gab es falsche Testergebnisse 

In der Vergangenheit war es in Rio zu falschen Testergebnissen gekommen, weshalb 2013 schon einmal die Lizenz entzogen wurden. 2015 wurde sie wieder erteilt. Details zu den im Juni festgestellten Problemen in dem Labor nannte die Wada nicht.

Der Vorsitzende des Wada-Exekutiv-Komitees, Craig Reedie, habe die Aufhebung der Suspendierung angewiesen, damit können ab sofort doch Blut- und Urinproben analysiert werden. Wada-Generaldirektor Olivier Niggli betonte: "Alle Beteiligten haben sich engagiert darum bemüht, die identifizierten Problem zu beheben, so dass das Labor wieder arbeiten und optimal funktionieren kann für die Olympischen und Paralympischen Spiele."

Das Labor hat rund 52 Millionen Euro gekostet

Brasiliens Sportminister Leonardo Picciani begrüßte die Maßnahme. Nach dem Verdacht einer massiven Manipulation mit Dopingproben russischer Athleten bei den Winterspielen 2014 in Sotschi steht die Arbeit der Doping-Kontrolleure bei Olympia in Rio (5. bis 21. August) noch stärker im Fokus. Die Regierung betonte, dass man in den vergangenen Wochen eng mit den Organisatoren und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bei der Behebung der beanstandeten Probleme zusammengearbeitet habe.

Das für Olympia modernisierte Labor befindet sich an der Universität Federal do Rio de Janeiro und hat rund 52 Millionen Euro gekostet. Neben den 5000 Proben bei Olympia sind im September bei den Paralympischen Spielen 1000 Doping-Proben geplant.

(jado/dpa)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Olympia 2016: Sperre von Anti-Doping-Labor in Rio aufgehoben


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.