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Kanuslalom-Trainer in Rio tödlich verunglückt
Anklage gegen Henzes Taxifahrer

Die Karriere des Stefan Henze
Die Karriere des Stefan Henze FOTO: ap, LP
Rio de Janeiro. Der für den Unfall des bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro tödlich verunglückten deutschen Kanuslalom-Trainers Stefan Henze verantwortliche Taxifahrer ist am Dienstag wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Im polizeilichen Abschlussbericht heißt es, dass die Fahrt gegen einen Pfahl wegen "Nichteinhaltung von Verkehrsregeln" erfolgt sei.

Der Taxifahrer, dessen Namen weiterhin nicht veröffentlicht wird, sowie Henzes Kollege Christian Käding hatten bei dem Aufprall nur leichte Verletzungen davongetragen. Henze erlag hingegen am 15. August einem Schädel-Hirn-Trauma, das er sich beim Unfall drei Tage zuvor zugezogen hatte. Sein Tod hatte im ganzen deutschen Olympiateam Trauer und Entsetzen ausgelöst.

Vier Organe des nur 35 Jahre alt gewordenen Olympiazweiten im Zweier-Canadier von Athen 2004, darunter das Herz, waren kurz danach erfolgreich an schwerkranke Patienten transplantiert worden. Die Familie Henzes, die nach dem Unfall nach Brasilien gereist war, hatte die Organentnahme genehmigt.

(sid)
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