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Olympia-Dämpfer
Boll stürzt in Weltrangliste auf Platz 14 ab

Timo Boll – Rekord-Meister, Weltranglisten-Erster, Borussia Düsseldorf
Timo Boll – Rekord-Meister, Weltranglisten-Erster, Borussia Düsseldorf FOTO: AFP
Hannover. Die Hoffnungen des Tischtennis-Rekordeuropameistera Timo Boll (Düsseldorf) auf eine Olympia-Medaille im Einzel haben durch seinen tiefsten Fall in der Weltrangliste seit über 14 Jahren einen Dämpfer erlitten.

Durch sein Erstrunden-Aus bei den Korean Open rutschte der 35-Jährige um vier Positionen wieder aus den Top 10 auf Position 14 und kann damit für Rio kaum noch die angestrebte Setzung unter den besten Acht erreichen.

Bester Deutscher und Nicht-Chinese ist weiterhin Europameister Dimitrij Ovtcharov (Hameln/Orenburg) auf Platz fünf. Vor dem Olympiadritten, der momentan auch drittbester aller für Rio nominierten Spieler ist, liegt nur ein Quartett aus China mit Weltmeister Ma Long an der Spitze. Bei den Damen kletterte die deutsche Spitzenspielerin Han Ying (Tarnobrzeg) um einen Platz auf Rang acht. Nummer eins ist weiterhin die WM-Zweite Liu Shiwen vor ihrer Teamkollegin und Weltmeisterin Ding Ning.

Boll verlor durch seinen Fall zum zweiten Mal binnen vier Monaten seinen Platz unter den besten zehn Spielern der Welt. Bereits im April war die ehemalige Nummer eins auf Platz elf abgerutscht und damit erstmals seit August 2004 nicht in den Top 10 gelistet.

Auf Position 14 war der zweimalige Weltcupsieger, der im Juni in Korea erstmals seit 2003 bei einem World-Tour-Turnier wieder in der ersten Runde scheiterte, zuletzt in Januar 2002 gelistet. Im Folgemonat rückte der deutsche Rekordmeister zum ersten Mal unter den stärksten Zehn vor und löste zugleich Ex-Doppelweltmeister Jörg Roßkopf als deutsche Nummer eins ab. Gut ein Jahr später eroberte der frühere WM-Dritte im Januar 2003 als erster Deutscher die Spitze im Ranking.

In Rio droht dem Linkshänder bei seiner fünften Olympia-Teilnahme durch den Verlust seiner achten Position unter den Rio-Startern schon ab dem Achtelfinale ein Duell mit einem der beiden chinesischen Topfavoriten Ma Long oder Zhang Jike. Bereits vor vier Jahren in London hatte Boll die Hoffnungen auf seine erste Olympia-Medaille im Einzel in der Runde der besten 16 wieder begraben müssen.

(dpa)
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