| 15.17 Uhr

Pleite gegen Großbritannien
Olympia rückt für deutsche Florettfechter in weite Ferne

Fechter Joppich: Model und Modell-Athlet
Fechter Joppich: Model und Modell-Athlet FOTO: neckermann.de
Paris. Die deutschen Florettfechter um den viermaligen Einzel-Weltmeister Peter Joppich (Koblenz) haben auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro einen womöglich entscheidenden Rückschlag hinnehmen müssen.

Das Team mit Joppich, Sebastian Bachmann (Tauberbischofsheim), Moritz Kröplin (Bonn) und Peking-Olympiasieger Benjamin Kleibrink (Tauberbischofsheim) verlor beim Weltcup in Paris im Achtelfinale gegen den direkten Konkurrenten Großbritannien 35:39 und hat damit nur noch geringe Chancen auf die Qualifikation für Rio.

"Der Turnierverlauf war sehr enttäuschend. Es ist äußerst schlecht gelaufen für uns", sagte Sportdirektor Sven Ressel dem Sport-Informations-Dienst: "Die Qualifikation ist fast aussichtslos." Das letzte Qualifikationsturnier findet Anfang Februar in Bonn statt. In London 2012 hatten die Deutschen in der Mannschaft Olympia-Bronze gewonnen. Rückkehrer Kleibrink stand in Paris erstmals seit mehr als drei Jahren wieder im Aufgebot des deutschen Teams.

Am Samstag hatte Joppich im Einzelwettbewerb den Sieg nur knapp verpasst. Der 33-Jährige unterlag erst im Finale dem Weltranglistenfünften Race Imboden (USA) mit 9:15. Zuletzt hatte Joppich 2012 in Bonn das Finale eines Weltcup-Turniers erreicht.

Sollte sich das deutsche Team doch noch für Rio qualifizieren, dürfen auch drei deutsche Fechter im olympischen Einzelwettbewerb an den Start gehen. Ansonsten hätte Joppich die besten Chancen, sich über die Einzel-Weltrangliste noch einen Startplatz zu sichern. Sollte auch dies nicht klappen, wäre ein Kontinental-Ausscheid Anfang April in Prag die letzte Chance auf die Olympiaqualifikation.

(seeg/sid)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Olympia 2016 wohl ohne deutsche Florettfechter


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.