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Doping in London
Russischer Kugelstoßerin wird Silbermedaille aberkannt

Olympia: Kugelstoßerin Jewgenia Kolodko wird Silbermedaille aberkannt
Die russische Kugelstoßerin Jewgenia Kolodko bei den Olympischen Spielen 2012 in London. FOTO: afp, FRANCK FIFE
Die Olympia-Ausschlüsse als Folge von Nachtests gegen gedopte russische Leichtathleten halten an. Am Samstag gab das Internationale Olympische Komitee (IOC) bekannt, dass der Kugelstoßerin Jewgenia Kolodko (36) die Silbermedaille von London 2012 aberkannt wird. Kolodko hatte ihrerseits nur nachträglich Silber gewonnen, weil Olympiasiegerin Nadeschda Ostaptschuk aus Weißrussland mit Anabolika erwischt worden war.

Bei der erneuten Analyse von Dopingproben Kolodkos wurden gleich zwei verbotene Substanzen gefunden: das Anabolikum Turinabol, einst in der DDR Dopingmittel Nummer eins, und das Wachstumshormon Impamorelin.

Neue Bronzemedaillengewinnerin ist die Chinesin Li Ling, auf den Silberrang rückt ihre Landsfrau Gong Lijiao. Gold war nach der Disqualifikation von Ostaptschuk an die Neuseeländerin Valerie Adams gegangen. Sie hatte als einzige schon in London auf dem Podest gestanden.

Erst am Freitag hatte das IOC den Ausschluss dreier Russen von den Spielen 2008 in Peking bekannt gegeben: Anastasia Kapatschinskaja (400-m-Läuferin), Alexander Pogorelow (Zehnkampf) und Iwan Juschkow (Kugelstoßen).

Aufgrund der positiven Dopingprobe für Kapatschinskaja wurde die russische 4x400-m-Staffel, die Silber gewonnen hatte, aus den Ergebnislisten gestrichen. Silber erhält damit das Quartett aus Jamaika, auf den Bronzerang rückt dafür Weißrussland.

(sid)
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