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Erkrankter deutscher Segler
Behörden: verschmutzte Gewässer nicht schuld an Infektion

Segel-Gewässer in Rio völlig verdreckt
Segel-Gewässer in Rio völlig verdreckt FOTO: afp, YC/ms
Rio de Janeiro. Die Infektion des Berliner Seglers Erik Heil ist nach Ansicht der brasilianischen Behörden nicht auf die Verschmutzung der Gewässer in der Guanabara-Bucht zurückzuführen.

Der 49er-Steuermann und Europameister hatte sich nach seiner Teilnahme an einer Testregatta im olympischen Revier von Rio de Janeiro durch multiresistente Bakterien schwere Wundinfektionen zugezogen.

"Es scheint unwahrscheinlich, dass diese so schweren Probleme von den Fahrgewässern der Segler in der Bucht verursacht worden seien", erklärte der Umwelt-Sekretär des Bundesstaates Rio de Janeiro, Andre Correa, auf Anfrage. Die Ärzte des Internationalen Segler-Verbands hätten die verzeichneten Gesundheitsprobleme im Verhältnis zur Teilnehmerzahl als normal eingeschätzt.

Das Organisationskomitee der Sommerspiele 2016 hat den Bau eines neuen Abwasser-Rohrsystems zur Entlastung des verunreinigten Olympia-Reviers angekündigt. Organisationschef Carlos Nuzman nannte in London die Verbesserung der Wasserqualität "eine Schlüsselpriorität" und bezeichnete den aktuellen Zustand als "ernsthafte Angelegenheit".

Das neue Rohrsystem soll das direkte Einlaufen von Abwasser und der damit verbundenen Bakterien und Viren aus dem städtischen Krankenhaus und Privathaushalten in das Küstenrevier stoppen. Nuzman versicherte, der Hafen der Marina da Gloria solle "bis zum Ende des Jahres total gesäubert sein".

(dpa)
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