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Olympia in Rio
Die erhoffte Renaissance der deutschen Teams bleibt aus

Diese deutschen Teams in Ballsportarten sind dabei – oder nicht
Diese deutschen Teams in Ballsportarten sind dabei – oder nicht FOTO: ap, AK
Köln. Nach dem Aus der beiden Volleyball-Teams haben sich bislang vier deutsche Mannschaften für die Olympischen Spiele in Rio qualifiziert. Viele weitere Chancen gibt es nicht mehr.

Nach dem Scheitern der beiden Volleyball-Teams in der Qualifikation steht fest: Die erhoffte Renaissance der deutschen Mannschaftssportarten auf der olympischen Bühne wird ausbleiben. Bislang haben sich erst jeweils beide Teams im Hockey und Fußball das Ticket für die Spiele am Zuckerhut gesichert. Vier Teilnahmen bedeuten zwar eine mehr als vier Jahre zuvor in London, aber das Ergebnis von Peking mit acht Mannschaften in sechs Sportarten wird nicht mehr erreicht werden.

In den kommenden Wochen und Monaten haben zwar noch fünf Teams eine theoretische Chance auf Olympia, doch realistisch betrachtet gelten nur die Handballer als vermeintliche sichere Kandidaten. Während den Wasserballern zumindest noch eine 50:50-Möglichkeit eingeräumt wird, sind die Männer im Siebener-Rugby und die Wasserballerinnen wohl chancenlos.

Und selbst wenn der Deutsche Basketball Bund (DBB) das Rennen um eines der drei Quali-Turniere machen sollte, gilt die Mannschaft um Superstar Dirk Nowitzki - sollte er dabei sein - im starken Sechser-Feld als Außenseiter.

"Wir hoffen natürlich, dass noch weitere Mannschaften dazukommen", sagte Michael Vesper dem SID. Der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) verweist aber auf die Schwere der Aufgabe: "Bei den Teamsportarten ist bereits die Qualifikation eine extrem hohe Hürde, weil sehr wenige Startplätze vergeben werden. In Europa ist die Konkurrenz derart stark, dass es oft schwieriger ist, sich für Olympia zu qualifizieren, als dort zu bestehen."

(ems/sid)
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