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Paralympics-Siegerin
Handbikerin Reppe darf nach Anmeldepanne doch zur Rad-WM

Paralympics: Christiane Reppe darf nun doch bei der Rad-WM 2017 starten
Paralympics-Siegerin Christiane Reppe. FOTO: Imago
Leipzig. Happy End für Christiane Reppe. Nachdem der Deutsche Behindertensportverband (DBS) vergessen hatte, die Handbikerin zur Rad-Weltmeisterschaft anzumelden, darf sie nun doch bei dem Turnier in Südafrika an den Start gehen.

Die Paralympicssiegerin, die nach einer Anmeldepanne des DBS nicht bei der am Donnerstag beginnenden Rad-Weltmeisterschaft im südafrikanischen Pietermaritzburg als Titelverteidigerin hätte starten dürfen, lenkte der Weltverband UCI am Montag nun doch noch überraschend ein. "Ich kann das noch gar nicht fassen, dass ich nun dabei sein darf. Das ist wunderbar und ich bin sehr happy", sagte die 30-Jährige.

Zuvor war dem deutschen Verband ein ärgerlicher Fauxpas unterlaufen.
Der DBS hatte vergessen, sie anzumelden. Reppe, der als Fünfjähriger wegen eines bösartigen Tumors ihr rechtes Bein amputiert wurde, war aus Versehen nicht auf die offizielle Meldeliste geschrieben worden. Eine Mitarbeiterin, die die Liste versendete, hatte das Formular nicht gegengecheckt.

Der Wahnsinn der letzten Tage hat ein Ende! Ich bin gerade den Tränen so nah...🙈 Durch Bemühungen aus verschiedensten...

Posted by Christiane Reppe on Montag, 28. August 2017

Obwohl sich der DBS und auch internationale Konkurrentinnen für einen Start Reppes stark machten, lehnte der Weltverband zunächst mit dem Verweis auf die verpasste Meldefrist ab. Und das, wo die Dresdnerin als Favoritin auf Gold im Straßenrennen und Zeitfahren gilt.

Nun kam doch noch die Wende. "Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um doch noch einen Start zu ermöglichen. Umso erleichterter sind wir, dass es nach dem unermüdlichen Einsatz geklappt hat. Unser Dank gilt der UCI für den Beschluss und Christiane Reppe für ihr sportlich faires Verhalten", sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher. Der Fehler sei inzwischen intern aufgearbeitet worden, eine Wiederholung solle künftig durch ein besseres Kontrollsystem verhindert werden.

(dpa)
 
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