| 17.12 Uhr

Neuer Versuch am Donnerstag
Ruder-Wettbewerbe wegen des Windes abgesagt

Hacker kollabiert nach Olympia-Aus
Hacker kollabiert nach Olympia-Aus FOTO: dpa, msc
Rio de Janeiro. Zum zweiten Mal schon kann bei den Olympischen Spielen auf der Lagoa Rodrigo de Freitas wegen zu viel Wind nicht gerudert werden. Die Veranstalter behalten noch die Ruhe, aber die Vorhersagen für Donnerstag sind erneut schlecht.

Der Kampf um Ruder-Gold wird für die deutschen Doppelvierer zu einer Geduldsprobe. Nach der Komplett-Absage des Wettkampf-Programms am Mittwoch soll es auf der Olympia-Ruderstrecke an der Lagoa Rodrigo de Freitas am Donnerstag weitergehen. Doch die Wettervorhersage ist so schlecht, dass eine neuerliche Verschiebung wahrscheinlich ist.

"Weniger starke Winde, aber nicht unbedingt eine gute Prognose. Wir sind verhalten optimistisch", sagte Ruderweltverbands-Generalsekretär Matt Smith am Mittwoch in Rio de Janeiro. Da war allerdings wohl eine gehörige Portion Zweckoptimismus dabei.

Denn der Funktionär sagte auch: "Wenn wir am Freitag um 10.00 Uhr hier sitzen und noch kein Rennen hatten, dann werden wir wohl ein paar Rennen verlieren." Es gebe bereits die Pläne C, D, E und F, scherzte er zudem. Betroffen sind davon dann vor allem die Platzierungsrennen für die schlechtesten Boote.

Die Absage am Mittwoch traf beim Deutschen Ruderverband auf Zustimmung. DRV-Sportdirektor Mario Woldt hatte die Bedingungen unmittelbar vor der Entscheidung als "nicht ruderbar" bezeichnet und sprach von "starken Böen" auf dem Wasser. "Im Vorfeld war die Wasserqualität ein Thema, da ist der Wind etwas in den Hintergrund gerückt", sagte er. Woldt lobte die Verantwortlichen für den Entschluss, die Wettkämpfe zu verschieben.

Bereits am Sonntag waren alle Rennen auf der Lagune unterhalb der Cristo-Statue wegen des Windes abgesagt worden. Erst am Dienstag hatten die Veranstalter alle Rückstände aufgeholt und wollten am Mittwoch zum ursprünglichen Zeitplan zurückkehren.

Das für Samstag geplante Finale der Achter ist von den Verschiebungen noch nicht betroffen - allerdings haben bis auf Großbritannien alle Konkurrenten nun einen Tag weniger zum Regenerieren. Der für Mittwoch geplante Hoffnungslauf steht nun für Donnerstag (15.00 MESZ) im Programm. Am Samstag um 16.24 Uhr deutscher Zeit will das DRV-Paradeboot dann wie in London Gold holen. Der Deutschland-Achter und Weltmeister Großbritannien hatten sich mit Siegen in den Vorläufen direkt fürs Finale qualifiziert.

(jaso/dpa)
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