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Russische Star-Turnerin
Xenia Afanasjewa muss für Olympia absagen

Moskau. Russlands Turnstar Xenia Afanasjewa hat am Donnerstag aus medizinischen Gründen ihren Start bei den Olympischen Spielen in Rio abgesagt. Die zweimalige Welt- und dreimalige Europameistersterin, die zum dritten Mal für Olympia nominiert war, hatte in den vergangenen Tagen über Probleme mit Nierensteinen geklagt. "Sie liegt im Krankenhaus. Das ist bestimmt das Ende ihrer Karriere," sagte Auswahl-Trainerin Walentina Rodionenko der Zeitung "Sov-Sport" (Donnerstag). Das Nationale Olympische Komitee (ROC) nominierte daraufhin Jewgenia Schegulnowa als Ersatzturnerin. Ob aber die russischen Riegen überhaupt in Rio de Janeiro starten dürfen, wird sich erst in den kommenden Tagen entscheiden, wenn das Internationale Olympische Komitee (IOC) über Maßnahmen auf das nachgewiesene systematische Staatsdoping in Russland entscheiden wird. Bereits wenige Stunden vor Veröffentlichung des McLaren-Berichts der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte sich der Welt-Turnverband FIG  gegen einen Komplett-Ausschluss Russlands ausgesprochen, weil unter den russischen Turnern in den zurückliegenden Jahren nicht ein Dopingfall bekannt wurde. Sportler dürften daher nicht für Vergehen von Athleten anderer Sportarten und Verbände für schuldig befunden werden, hießt es von FIG-Präsident Bruno Grandi. Bevor irgendwelche Maßnahmen gegen Turner unternommen werden, müssten Tatsachen vorgelegt und Dopingverschulden nachgewiesen werden, teilte der Weltverband mit.

 

(dpa)
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