Stabhochsprung-Weltmeister entging Sperre Sex mit Prostituierter Schuld an positivem Kokain-Test

Montréal · Stabhochsprung-Weltmeister Shawn Barber ist dank einer pikanten Erklärung für einen positiven Dopingtest um eine Sperre für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro herumgekommen: Sex mit einer Prostituierten soll ursächlich für das Ergebnis gewesen sein.

 Weltmeister Shawn Barber hatte einen der sicher seltensten Gründe für einen positiven Doping-Test.

Weltmeister Shawn Barber hatte einen der sicher seltensten Gründe für einen positiven Doping-Test.

Foto: ap

Wie der kanadische Leichtathletik-Verband am Donnerstag öffentlich machte, war der 22-jährige Kanadier am 9. Juli positiv auf Kokain getestet worden, hatte das Ergebnis der Probe jedoch glaubhaft auf einen einmaligen sexuellen Kontakt mit einer Internet-Bekanntschaft zurückführen können.

Barber hatte bei seiner Anhörung vor dem kanadischen Sportgericht (SDRCC) erklärt, dass er die Frau - offenbar eine Prostituierte - einen Tag vor seiner Teilnahme an den kanadischen Meisterschaften in einem Hotelzimmer in Edmonton getroffen und dort mit ihr Sex gehabt habe. Er habe darin eine Möglichkeit gesehen, "vor dem Wettkampf Stress abzubauen". Dass er am Tag nach dem One-Night-Stand positiv auf die Droge getestet wurde, sei für ihn "ein absoluter Schock gewesen".

Rund einen Monat vor Beginn der Olympischen Spiele verzichtete der SDRCC daraufhin auf eine Sperre für Barber. Zwar habe dieser "fahrlässig und leichtsinnig" gehandelt, da er bei der Kontaktaufnahme im Vorfeld jedoch explizit nach einer "Professionellen ohne Verbindung zu Drogen" gefragt habe, habe er dem Kontakt mit Kokain aber bewusst zu vermeiden versucht. Der kanadische Verband bezeichnete den Vorfall als "eine lehrreiche Erfahrung" für Barber, der als "junger Athlet" noch lerne, wie er sich beim Wettkampf und in der Vorbereitung zu verhalten habe.

(sid)
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