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Verfahren eingeleitet
Russland droht auch Ausschluss von Paralympics

Verfahren eingeleitet: Russland droht Ausschluss von Paralympics
Wegen systematischen Dopings droht Russland auch der Ausschluss von den Paralympics in Rio de Janeiro. FOTO: dpa, mkx nic hpl
Bonn. Russlands Sport droht wegen systematischen Dopings auch der Ausschluss von den Paralympics in Rio de Janeiro. Das Internationale Paralympics Komitee (IPC) beschloss am Freitag bei einer Telefonkonferenz seines Verwaltungsrates die Eröffnung eines Ausschlussverfahrens.

Als Grundlage wurden die Erkenntnisse des McLaren-Reports vom vergangenen Montag sowie zusätzliche Informationen durch den Chefermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur, Richard McLaren, genannt.

Eine Entscheidung, ob Russland bei den Paralympics teilnehmen darf, soll in der Woche ab dem 1. August bekannt gegeben werden. Anschließend besteht eine Einspruchsfrist von 21 Tagen.

Das IPC hat von McLaren die Namen von 35 Sportlern erhalten, die in Verbindung mit verschwundenen positiven Dopingproben aus dem Moskauer Kontrolllabor stehen sollen. Zudem hat der Dachverband 19 Dopingproben von den Winter-Paralympics 2014 in Sotschi zur Nachkontrolle geschickt, die im Verdacht stehen, damals ausgetauscht worden zu sein. "Der Report hat einen unvorstellbaren Umfang an institutionellem Doping im russischen Sport aufgedeckt, das auf dem höchsten Level gesteuert wurde. McLarens Erkenntnisse sind eine ernsthafte Besorgnis für alle, die sich einem sauberen und ehrlichen Sport verpflichtet fühlen", sagte IPC-Präsident Philip Craven.

Nach dem vom Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne bestätigten Ausschluss russischer Leichtathleten von den Olympischen Spielen will das Internationale Olympische Komitee (IOC) noch in dieser Woche über einen Komplettausschluss entscheiden.

(dpa)
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