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Rio De Janeiro
Olympia-Ticketskandal: Ire aus Gefängnis entlassen

Rio De Janeiro. Die brasilianische Polizei hat einen der vermeintlichen Drahtzieher in der Affäre um illegale Ticketverkäufe bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro vorläufig auf freien Fuß gesetzt. Der irische Geschäftsmann Kevin Mallon, hochrangiger Mitarbeiter der Ticket- und Hospitality-Firma THG, durfte nach Angaben seines Anwalts Thiago Andrade gestern das Gefängnis verlassen.

Bei einer Razzia am 5. August war eine Sondereinheit bei THG auf zahlreiche Tickets bis in die höchsten Preiskategorien gestoßen, obwohl die Firma keine Autorisierung für den Verkauf von Olympia-Eintrittskarten besaß. Mallon wurde in einer Hotellobby beim Versuch der Ticketübergabe festgenommen. Mit diesen Tickets hätte die Firma nach Auskunft der Polizei einen Gewinn von bis zu 2,8 Millionen Euro erzielen können.

Mallons vorläufige Freilassung hat derweil keinen Einfluss auf den Fall seines Landsmanns Patrick Hickey, erklärte Andrade. Der hochrangige Funktionär des Internationalen Olympischen Komitees befinde sich weiterhin im Hochsicherheitsgefängnis Bangu in Rio.

Hickey war am 17. August in seinem Hotel verhaftet worden. Der 71 Jahre alte Boss des irischen Olympischen Komitees (OCI) und Präsident des Europäischen Olympischen Komitees EOC steht in dem Verdacht, Olympia-Eintrittskarten aus dem OCI-Kontingent zum überteuerten Weiterverkauf an THG weitergegeben und sich damit bereichert zu haben.

(sid)
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