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Fahnenträgerin in Pyeongchang
Pechstein fühlt sich geschmeichelt

Claudia Pechstein fühlt sich geschmeichelt
Claudia Pechstein fährt zu den Olympischen Spielen. FOTO: dpa, car fpt
Claudia Pechstein hat hoch erfreut auf die Aussagen von DOSB-Präsident Alfons Hörmann bezüglich ihrer möglichen Rolle als deutsche Fahnenträgerin bei den Winterspielen in Pyeongchang reagiert.

"Es ist für jeden Athleten ein Traum, bei Olympia die Fahne zu tragen. Ich habe mich sehr über den Vorschlag gefreut und empfinde es als eine große Ehre", sagte die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin bei der Veranstaltung "Zeit für Pyeongchang" im koreanischen Kulturzentrum in Berlin.

Hörmann hatte die 45 Jahre alte Pechstein am Montag nach deren Weltcup-Sieg in Stavanger in den höchsten Tönen gelobt. Der Erfolg zeige, "aus welchem Holz sie geschnitzt ist", sagte Hörmann dem SID. Es sei "schlichtweg unglaublich", wie Pechstein die besonderen Belastungen der vergangenen Jahre verarbeitet und sich neue Erfolge in "historischem Ausmaß hart erarbeitet" habe. Auch deshalb sei sie eine Kandidatin für eine besondere Rolle im Olympia-Team. "Dass sie damit zum Kreis der potenziellen Fahnenträger gehört, ist klar", sagte Hörmann.

Pechstein kämpft seit Jahren gegen die von ihr als großes Unrecht empfundene Sperre wegen erhöhter Blutwerte, die sie die Teilnahme an den Winterspielen 2010 in Vancouver kostete. Sie zog vor verschiedene Gerichte, wartet aber noch immer auf den durchschlagenden Erfolg.

"Ich liebe die Sportart und habe ein gutes Umfeld. Mein Geheimnis lautet: Wenn es weh tut, mache ich weiter", sagte Pechstein am Dienstag: "Wenn ich das Niveau bis Olympia halten könnte, wäre ich gut dabei. Man dürfe aber nicht den Fehler machen, die Ambitionen zu hoch zu schrauben. Olympia in 80 Tagen sei "ein neues Event".

(sid)

 
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