Kommentar zum Rodel-Gold: 66 Olympia-Medaillen für deutsche Rodler
VON KOMMENTAR VON MARTIN BEILS - zuletzt aktualisiert: 15.02.2010 - 07:28Vancouver (RP). Der olympische Doppelsieg durch Felix Loch und David Möller, zwei Doppel-Weltmeister vergangener Jahre, setzt eine Serie fort. Denn Rodeln - oder Renn-Rodeln, wie der Weltverband gern betont - garantiert Deutschland Ruhm.
Seit Aufnahme der Wettbewerbe ins Programm 1964 gab es bei 13 Olympischen Spielen neunmal Gold für Männer aus Ost oder West, achtmal für die Damen und neunmal für die Doppelsitzer. Hinzu kommen 40 Silber- und Bronzemedaillen.
Die Wettbewerbe der Frauen und Doppelsitzer in Whistler sollten die Ausbeute noch deutlich erhöhen. Denn nirgendwo sonst auf der Welt wird diese Sportart mit so viel Aufwand betrieben wie in Altenberg, Oberhof, Königssee und Winterberg.
Das Institut für angewandte Trainingswissenschaft (IAT) in Leipzig und das Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) in Berlin legen die technischen Grundlagen.
Zwölf Millionen Euro lässt sich das Bundesinnenministerium deren Arbeit jährlich kosten. Loch, Möller und der fünfplatzierte Andi Langenhan haben zudem einen großzügigen Arbeitgeber: die Polizei. Seine Rodler sind dem Staat einiges Wert. Sie zahlen verlässlich mit goldener Münze zurück.
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