Kommentar zu Anni Friesinger: Eine Frau für besondere Momente
VON MARTIN BEILS - zuletzt aktualisiert: 28.02.2010 - 11:31Richmond (RPO). Zum Abschluss ihrer olympischen Karriere legte die Drama-Queen einen ganz großen Auftritt hin. Die Bilder von Anni Friesinger-Postmas Schwimmeinlage auf dem Eisoval in Richmond gehen in alle Rückblicke auf Vancouver 2010 ein.
Sportlich hat die Oberbayerin ihren Zenit überschritten. Doch immer noch gelingt es ihr, für besondere Momente in einer Sportart zu sorgen, deren Faszination sich vorwiegend Leitungssport-Puristen, Zahlen-Fetischisten und Niederländern erschließt. Mit Friesinger ist Eisschnelllauf mehr als bloßes Rundendrehen und Stoppuhr-Drücken.
Jahrelang litt Claudia Pechstein darunter, dass Friesinger immer die Schlagzeilen bekam, auch wenn die sportlich nicht an sie heranreichte. Nun war es die überragende Erfurterin Stephanie Beckert, die in der Team-Verfolgung hauptverantworlich für die zehnte deutsche Goldmedaille bei den Spielen von Vancouver war, aber im Schatten der Kollegin stand, die im Endlauf angeschlagen passen musste.
Ein Trost für Beckert: Friesingers Karriere neigt sich dem Ende zu.
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