Olympia-Generalprobe in Bayerischzell: Genial: Snowboarderin Kober siegt
zuletzt aktualisiert: 07.02.2010 - 12:02Vancouver (RPO). Amelie Kober und die Skispringer lassen das deutsche Olympiafieber steigen. Wenige Tage vor dem Auftakt der Winterspiele in Vancouver (12. bis 28. Februar) feierte die Snowboarderin die geniale Generalprobe mit dem Weltcupsieg von Bayerischzell.
Die deutschen "Adler" steigerten die Hoffnung auf Team-Bronze durch Top-10-Plätze in Willingen. Da passt es ins Bild, dass die Experten vom renommierten US-Magazin Sports Illustrated Deutschland wie 2006 in Turin als Sieger im Medaillenspiegel erwarten.
Rund ein Drittel der 153 deutschen Athleten war am Sonntag bereits in Kanada. Magdalena Neuner und die Biathleten trainieren noch in Vancouver Island fürs erhoffte Gold. Die Skilangläufer kommen vom Weltcup in Canmore, bei dem Nicole Fessel als Siebte die beste Platzierung erreichte. Am Montag wurden die Skispringer, Kombinierer und zwei Stars des Teams im Bergdorf Whistler erwartet: Die alpine Medaillenhoffnung Maria Riesch und Eisflitzerin Anni Friesinger-Postma, die trotz Knieproblemen auf Gold hofft.
Während die Stars seines Teams einschweben, übt sich der Chef als Fackelläufer. Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), trägt am Montag zum dritten Mal nach Athen 2004 und Peking 2008 das olympische Feuer - erstmals bei Winterspielen.
"Ich freue mich darauf, einmal mehr zusammen mit vielen erfolgreichen Athleten und Olympiasiegern eingeladen worden zu sein", sagte der Fecht-Olympiasieger von 1976, der am Freitag als Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wiedergewählt werden möchte.
Die Qual der Wahl haben er und sein Führungsteam bei der Benennung des Fahnenträgers vor der Eröffnungsfeier am Freitag. Alle, die im 125 Kilometer entfernten Whistler wohnen, und das ist das Gros der deutschen Hoffnungen (Biathlon, alpin, Bob, Rodel), müssen auf diese Ehre verzichten: Fünf Stunden Zeitaufwand kollidieren mit Training und Wettkampf-Auftakt.
Dagegen sind die großen Namen Mangelware in Vancouver, Schauplatz der Hallensportarten Eisschnelllauf, Eiskunstlauf, Eishockey, Curling sowie Snowboard und Freestyle-Ski. Ausnahme: Anni-Friesinger, die nach ihrer Kritik am Teamarzt nicht gerade als Idealbesetzung gilt.
Die deutsche Fahne hochhalten will ab Montag Willy Bogner, der als Chef der Münchner Olympiabewerbung für 2018 mit seinem 14-köpfigen Team in Vancouver ankommt. Drei Wochen lang hat der Olympiateilnehmer von Squaw Valley 1960 die Chance, die gut 100 wahlberechtigten IOC-Mitglieder von der Qualität der Münchner Pläne zu überzeugen. "Das Wichtigste ist, dass sie das Gefühl haben, dass man der olympischen Idee wieder neue Impulse gibt", meinte der 68 Jahre alte Modemacher, in dessen Dress die deutschen Asse in Vancouver siegen wollen.
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