Bewerbung gerettet: München gibt mehr Geld für Olympia aus
zuletzt aktualisiert: 16.07.2010 - 09:45München (RP). Die Münchner Olympia-Bewerbung um die Winterspiele 2018 ist vorerst gerettet. Die fünf Gesellschafter der Initiative haben gestern in der Münchner Staatskanzlei eine Aufstockung des Bewerbungsbudgets um drei Millionen Euro auf 33 Millionen Euro beschlossen und damit die in den vergangenen Tagen aufgetretenen Sorgen um die Bewerbung vorerst zerstreut.
Auch bei der Beseitigung des zweiten großen Problems für "München 2018", dem Ringen um Grundstücke in Garmisch-Partenkirchen, sei man auf einem guten Weg, hieß es.
"Wir haben Lösungen gefunden. Die Bedenken, die wir vorher hatten, sind damit ausgeräumt, und wir können uns in Ruhe auf sehr spannende Wettkämpfe einrichten", sagte Bewerbungschef Willy Bogner nach dem Treffen. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer betonte, dass es nach der "ungeschminkten Aussprache in keinem Bereich noch irgendwelche Zweifel" gebe: "Ich bin nach zwei eingetrübten Tagen wieder sehr zuversichtlich. Jetzt sind wir wieder auf der sonnigen Seite."
Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), urteilte: "Wir haben auch gesehen, dass wir Nachhol- und Entwicklungsbedarf haben, was die öffentliche Zustimmung betrifft." Alle Gesellschafter werden sich aber "persönlich engagieren, um dieses Entwicklungspotenzial auszuschöpfen". Die Bewerbungsgesellschaft war unter anderem deswegen in die Krise geraten, weil sie offenbar notwendige Absprachen mit Grundstückseigentümern und Anwohnern an den geplanten Wettkampfstätten in Garmisch-Partenkirchen versäumt hatte.
Bach sprach von einem "wirklich ermutigenden Tag für die Bewerbung". Woher die zusätzlichen drei Millionen Euro kommen sollen, blieb unklar. "Wir haben verschiedene Projekte in der Pipeline, die uns Anlass zur Bewertung geben, dass wir dieses Budget finanzieren können", sagte Seehofer nur. Boger erklärte, er habe sich "ein bisschen mehr vorgestellt. Wir waren in unserer Rechnung bei 37 Millionen, aber die Politik ist eine Kunst des Kompromisses. Wir müssen nun schauen, wo wir die vier Millionen Euro einsparen können".
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