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Nach Abbruch am Mittwoch: Riesch und Co. müssen angreifen

zuletzt aktualisiert: 25.02.2010 - 18:04

Whistler (RPO). Die deutschen Ski-Rennläuferinnen um Kombi-Olympiasiegerin Maria Riesch müssen ihre Medaillenjagd im olympischen Riesenslalom am Donnerstag fortsetzen. Wegen Nebels und dadurch bedingter schlechter Sicht auf der Strecke "Franz's Run" musste das Olympia-Rennen am Mittwoch nach dem ersten Durchgang abgebrochen werden. Der zweite Lauf startet am Donnerstag um 18.30 Uhr.

Die drei deutschen Damen liegen nach dem ersten Durchgang allesamt hinter den Podiumsplätzen, das Trio hat aber weiterhin Medaillenchancen. Viktoria Rebensburg (Kreuth) ist mit 0,35 Sekunden Rückstand auf die führende Elisabeth Görgl (Österreich) Sechste, Maria Riesch (Partenkirchen/0,48) Siebte und Weltmeisterin Kathrin Hölzl (Bischofswiesen/0,69) Zehnte.

"Das bringt überhaupt nichts, hier zu fahren, man hat keine zwei Meter weit gesehen", sagte der deutsche Alpin-Direktor Wolfgang Maier nach der Entscheidung zur Verlegung des zweiten Laufs auf den Donnerstag. "Wir hatten keine Chance", ergänzte der Norweger Atle Skaardal, Renndirektor des Ski-Weltverbandes FIS nach mehrmaliger Verschiebung der Startzeit am Nachmittag.

Der deutsche Damen-Cheftrainer Mathias Berthold war von der Verschiebung des zweiten Durchgangs nicht unbedingt begeistert. "Das ist vor allem für Maria mit Blick auf den Slalom nicht so angenehm. Sie wollte am Donnerstag eigentlich trainieren", sagte er.

Für den zweiten Lauf am Donnerstag wird Berthold seinen Läuferinnen nur eine Anweisung mitgeben: "Die Ausgangslage ist nicht so schlecht, aber es hätte besser sein können. Die Zeitunterschiede sind gering, dass wird ein geiler zweiter Lauf, da gibt es nur noch Attacke. Wir müssen schauen, dass eine vorne durchkommt, denn der Slalom-Samstag wird ein Scheißtag, da soll es regnen ohne Ende."

Eine Wertung nach nur einem Lauf ist laut den Statuten des Ski-Weltverbandes FIS nicht zulässig: "Ein Riesenslalom muss immer in zwei Durchgängen entschieden werden", heißt es in Regel 906.1. Dort wird auch die Austragung der beiden Läufe an zwei Tagen nicht ausgeschlossen: "Die beiden Durchgänge sollten, wenn möglich, an einem Tag gefahren werden."

"Es war eine einstimmige Entscheidung der Jury, den zweiten Lauf am Donnerstag zu fahren. Den ersten Lauf gar nicht zu werten, wäre nicht in Ordnung gewesen. Wir hatten einen fairen ersten Lauf, das Ergebnis steht. Jetzt wollen wir hoffen, dass wir am Donnerstag einen fairen zweiten fahren können", sagte Skaardal.

Allerdings hat der Ex-Rennläufer Bedenken. "Es sieht mit dem Wetter nicht allzu gut aus. Aber sie versprechen uns zwei Fenster. Und die wollen wir nutzen. Wir hoffen, dass wir rechtzeitig um 9.30 Uhr starten können", sagte er, und fügte an: "Wenn wir den zweiten Lauf überhaupt nicht fahren können, haben wir auch keine Wertung."

Quelle: SID/born

 
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