Olympischer Fackellauf: Eklat um Dopingsünderin Halkia
zuletzt aktualisiert: 31.10.2009 - 15:38Athen (RPO). Ein Eklat um die griechische Dopingsünderin Fani Halkia hat den Schein des Olympischen Feuers für die Winterspiele 2010 in Vancouver schon beim Start des Fackellaufes am Freitag in Kanada getrübt. Vor allem in Griechenland schlug der Einsatz der im Vorjahr wegen Dopings für zwei Jahre gesperrten Halkia als Fackelträgerin hohe Wellen.
Die 30-Jährige hatte nach der traditionellen Entzündung des Feuers am vergangenen Donnerstag im Heiligen Hain von Olympia zu denen gehört, die die Fackel ein paar Tage lang durch Griechenland tragen durften.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sah sich zu einem diplomatisch formulierten Rüffel an das griechsche NOK veranlasst: "Personen, denen die Akkreditierung für Olympische Spiele entzogen worden ist oder die eines Dopingvergehens schuldig gesprochen sind, sollten keine Erlaubnis für die Teilnahme an einem Olympischen Fackellauf erhalten."
Fani Halkia hatte bei den Spielen 2004 in Athen Gold über 400 Meter Hürden gewonnen. Im Vorfeld der Spiele 2008 in Peking war sie im Trainingslager in Japan positiv auf das anabole Steroid Methyltrienolon getestet und anschließend für zwei Jahre gesperrt worden.
Die Verantwortung für den Fauxpas beim Fackellauf übernahm Präsident Giorgios Sigalas von der Vereinigung der griechischen Olympiasieger. "Ich habe die Liste mit den vorgeschlagenen Sportlern ungeprüft an unser NOK geschickt. Dort ist der Fehler zwar auch nicht bemerkt worden, aber letztlich sind es unsere Vorschläge, und deswegen bin ich verantwortlich. Es war aber tatsächlich ein Irrtum und nicht mehr" sagte Sigalas. Er konnte allerdings nicht erklären, wie Halkia auf einer nach seinen Angaben nicht einmal zehn Namen umfassenden Liste nicht auffallen konnte.
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