kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Nordische Kombination: Demong holt Gold für die USA

zuletzt aktualisiert: 25.02.2010 - 23:47

Whistler (RPO). Am Anfang ein Skandal-Springen, am Ende eine Pleite mit Björn Kircheisen als bestem Deutschen auf Platz 20: Die Kombinierer des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) verlassen zum ersten Mal seit zwölf Jahren die Olympischen Spiele ohne Einzelmedaille. Den Sieg sicherte sich der US-Amerikaner Bill Demong.

Bill Demong hat Gold für die USA geholt.  Foto: AP, AP
Bill Demong hat Gold für die USA geholt. Foto: AP, AP

Demong holte vor seinem Teamgefährten Johnny Spillane den ersten Olympiasieg überhaupt für die Winter-Zweikämpfer der USA. Bronze im Großschanzen-Wettbewerb ging an Bernhard Gruber (Österreich). Im letzten großen Rennen seiner Karriere belegte Turin-Olympiasieger Georg Hettich Platz 24. Tino Edelmann wurde 29., Eric Frenzel gar nur 40.

Zuvor allerdings waren im Sprunglauf von der Großschanze bei absolut irregulären Bedingungen mit Regen, Schnee und böigem Wind vor allem die Weltbesten klar benachteiligt worden und hatten danach schwere Vorwürfe in Richtung der Jury erhoben. "Man hätte unter diesen Bedingungen niemals springen dürfen. Das war eine reine Lotterie, in der nicht der Beste, sondern der Glücklichste gewinnt. Das hat mit Olympischen Spielen nichts zu tun", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch, der seine Kritik nach dem abschließenden 10-km-Lauf erneuerte: "Das war kein fairer Wettkampf. "

Der dreimalige Olympiasieger Felix Gottwald (Österreich) wurde noch deutlicher: "Der Unterschied zwischen Athleten und Jury ist der, dass sich die Athleten vier Jahre auf Olympia vorbereiten und die Jury im Warmen sitzt. Die besten Athleten sind heute vorgeführt worden. Das war eine Schande - und das bei Olympia."

Der dreimalige Olympiasieger Ulrich Wehling als Renndirektor des Internationalen Skiverbandes (FIS) wies die Kritik jedoch zurück. "Es waren komplizierte Bedingungen, die Jury hat ihr Bestes getan. Natürlich ist jeder enttäuscht, wenn er nicht das erreicht, was er wollte. Es war einfach nicht möglich, faire Bedingungen für alle zu schaffen", sagte Wehling dem SID. Das Springen war zunächst nach 31 Athleten abgebrochen und eine Stunde später neu gestartet worden - die Bedingungen aber hatten sich nicht geändert.

Gottwald sprang nur 105,5 Meter - 28,5 Meter weniger als Sprunglaufsieger Bernhard Gruber (Österreich). Tino Edelmann schaffte nur 109,5 Meter: "Ich hatte einen guten Sprung, aber einfach keine Chance. Und das Schlimme ist, dass in einem Jahr kein Mensch mehr fragt, wie dieses Resultat hier entstanden ist." Eric Frenzel lag nach einem Sprung auf 104,5 Meter, 29,5 Meter kürzer als der von Gruber, mit 3:31 Minuten Rückstand aussichtslos zurück. Er sagte: "Das hat mit Sport nichts mehr zu tun."

Björn Kircheisen war noch der einzige halbwegs vom Glück begünstigte Deutsche, doch auch er ging im 10-km-Langlauf mit 1:13 Minuten Rückstand auf den führenden Gruber von Platz zwölf auf eine aussichtslose Medaillen-Jagd. "Man hätte lieber einen Tag warten und bei fairen Bedingungen springen sollen. So finde ich es schlimm, und das bei Olympischen Spielen. Der Zug ist abgefahren, da geht nichts mehr", sagte Kircheisen.

Dabei schien es zunächst so, als könnte Kircheisen in der Loipe durchaus noch die eine oder andere Position gutmachen, doch dann ging dem 26-Jährigen die Luft aus. "Vielleicht hat er nach dem Stress beim Springen auch mental ein paar Körner zu viel gelassen", sagte Weinbuch, doch das wollte Kircheisen nicht als Entschuldigung gelten lassen: "Es ging richtig beschissen, ich tue mich schon seit Wochen im Laufen schwer. Ich hab auch keine Ahnung, woran das liegt."


STATISTIK:

Nordische Kombination, Wettbewerb von der Großschanze mit einem Sprung und dem 10-km-Langlauf im Whistler Olympic Park:

Gold: Bill Demong (USA) 25:32,9 Minuten

Silber: Johnny Spillane (USA) 0:04,0 Minuten zurück

Bronze: Bernhard Gruber (Österreich) 0:10,8,

4. Hannu Manninen (Finnland) 0:33,1, 5. Pavel Churavy (Tschechien) 0:34,0, 6. Petter Tande (Norwegen) 0:38,3, 7. Alessandro Pittin (Italien) 0:40,7, 8. Mario Stecher (Österreich) 0: 48,2, 9. Akito Watabe (Japan) 0:48,8, 10. Christoph Bieler (Österreich) 0:48,8, 11. Lukas Runggaldier (Italien) 0:58,7, 12. Janne Ryynänen (Finnland) 1:08,0, 13. Todd Lodwick (USA) 1:10,3, 14. Francois Braud (Frankreich) 1:26,7, 15. Magnus Moan (Norwegen) 1:37,0, ... 20. Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) 2:13,6, ... 24. Georg Hettich (Schonach) 2:22,6, ... 29. Tino Edelmann (Zella-Mehlis) 3:02,1, ... 40. Eric Frenzel (Oberwiesenthal) 4:10,7

Quelle: SID/born

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Mats Hummels verlängert Vertrag bis 2017

Nationalspieler bleibt Dortmund treu

Mats Hummels verlängert Vertrag bis 2017

Nationalspieler Mats Hummels bleibt Borussia Dortmund langfristig erhalten. mehr 

Italien

Fußball-Trikots für den Papst

Papst Benedikt XVI. kann sich in Mailand künftig in den Farben der großen Fußball-Klubs präsentieren. Am Rande des Weltfamilientags bekam ... mehr 

Sport
Aus der Region

Japan-Tag in Düsseldorf

700.000 Besucher beim Japan-Tag

Thronjubiläum von Queen Elizabeth II.

Mit Tee und Scones auf dem Rhein

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Die Stars der EM richtig aussprechen

Immer wieder stolpern Fans, Reporter und Journalisten über die Aussprache einiger Fußballspieler. Ein Grund für uns, die ... mehr 

Weitere Sportarten
Bilderserien Winterspiele
Das ist Martin Schmitt
Das ist Martin Schmitt
Wir haben die wichtigsten Stationen im Leben .. mehr 
 
Das ist Martin Schmitt
Das ist Martin Schmitt
Wir haben die wichtigsten Stationen im Leben ..
mehr 
Das ist Richard Freitag
Das ist Richard Freitag
Wir stellen den deutschen Skispringer Richard Freitag vor.
mehr 
Olympia 2014 in Sotschi: Die Sportstätten
Olympia 2014 in Sotschi: Die Sportstätten
Die Sportstätten für die Winterspiele 2014 in Sotschi
mehr 
Sotschi 2014: Fragen und Antworten
Sotschi 2014: Fragen und Antworten
Für den ersten Wettbewerb vor den Augen der ..
mehr 
Große Enttäuschung in München
Große Enttäuschung in München
Aus der Traum von Olympia: Diese Mädche steht ..
mehr 
Olympia-Vergabe: Katarina Witt weint bittere Tränen
Olympia-Vergabe: Katarina Witt weint bittere Tränen
Katarina Witt, Vorsitzende des Kuratoriums der ..
mehr 
Olympia-Vergabe: die Reaktionen
Olympia-Vergabe: die Reaktionen
Wir haben die Stimmen zur Olympia-Vergabe nach ..
mehr 
Olympia 2018: Witt, Riesch und der "Kaiser" in Durban
Olympia 2018: Witt, Riesch und der "Kaiser" in Durban
Franz Beckenbauer und Katarina Witt haben im ..
mehr 
 
MEHR

Eishockey-Finale

Kanada gewinnt "Duell der Giganten"

Kanadas Eishockey-Stars haben den Gastgeber bei den Winterspielen in Vancouver das 14. Gold beschert und sich selbst zum Rekord-Olympiasieger gekrönt. Der 24-malige Weltmeister setzte sich im Traumfinale gegen die USA mit 3:2 nach Verlängerung durch. mehr