kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Didier Defago Jubel ap 2010 Vancouver Ski Alpin Abfahrt
  Foto: AP, AP
Kommentare ()

Ski Alpin / Abfahrt Männer: Goldener Defago macht die Schweiz glücklich

zuletzt aktualisiert: 15.02.2010 - 21:11

Whistler (RPO). Die Schweizer Durststrecke beim olympischen Abfahrtslauf der Herren ist beendet. Oldie Didier Defago hat den ersten Olympiasieg in dieser Disziplin für die Eidgenossen seit 1988 in Calgary geholt. Der 32-Jährige siegte auf der Piste im kanadischen Whistler nach einer Traumfahrt und geht als ältester Goldmedaillengewinner in der Abfahrt in die olympische Geschichte ein.

Didier Defago hat das erste Schweizer Abfahrtsgold seit 1988 geholt.  Foto: AP, AP
Didier Defago hat das erste Schweizer Abfahrtsgold seit 1988 geholt. Foto: AP, AP

"Es ist nicht einfach, wenn man immer bei einem Großereignis hohe Ziele hat - und sie nicht erreicht", sagte Defago: "Heute hat es endlich geklappt. Ich bin überglücklich. Olympiasieger klingt sehr, sehr gut. Ich bin sehr, sehr zufrieden. Ich bin wirklich ein sehr gutes Rennen gefahren - es ist sehr schön."

In einem der spannendsten Rennen der Olympia-Geschichte rettete Defago 0,07 Sekunden Vorsprung auf den Norweger Aksel Lund Svindal ins Ziel. Bode Miller aus den USA (0,09) veredelte seine schillernde Karriere mit Rang drei, seiner dritten Olympia-Medaille.

Info

Didier Defago im Stenogramm:

Geboren: 2. Oktober 1977 in Morgins
Größe: 1,84 m
Gewicht: 89 kg
Größte Erfolge: Olympiasieger 2010 in Vancouver in der Abfahrt, Abfahrts-Weltcupsieger in Wengen und Kitzbühel (2009), 3 Weltcup-Siege

Defagos favorisierter Landsmann Didier Cuche, der lange fast gleichauf mit seinem Teamkollegen gelegen hatte, musste sich mit Rang sechs (0,36) bescheiden.

Stephan Keppler, einziger deutscher Starter, verpasste sein Ziel Top 10 deutlich. Der 27-jährige Ebinger war 1,80 Sekunden langsamer als Defago und belegte Platz 24 unter 64 Startern. "Ich war heute nur Nebendarsteller, im Super-G ist hoffentlich mehr drin. Da ist die Chance größer, für eine Überraschung zu sorgen. Mein Ziel bleibt es, einmal in die Top 10 zu fahren", sagte Keppler.

Defago ist zwar Sechster der Abfahrts-Weltrangliste, auf der Rechnung hatte den Walliser aus dem Skiörtchen Morgins aber kaum jemand. Defago hatte sich den Startplatz im starken Schweizer Team hinter Cuche, Carlo Janka und Ambrosi Hoffmann erst mit Platz fünf im ersten und einzigen Training gesichert. Derart ermutigt fuhr er in die Geschichtsbücher und löste den Franzosen Jean-Luc Cretier, der 1998 in Nagano mit 31 gewann, als ältesten Abfahrtssieger ab.

Auch Ammann jubelt mit

Defago fand auf dem "Dave Murray Course" besonders im oberen und unteren Streckenabschnitt die Ideallinie. Mit traumwandlerischer Sicherheit nahm er Gleitpassage und Love-Shack-Sprung und behielt auch in der "Toilettenschüssel" den Durchblick. Über Wiesel und Fallaway verlor er leicht, in Boyd's Kinn baute er seinen Vorsprung wieder aus, und über Murr's Hopp sprang er schließlich der Goldmedaille entgegen. Auf der Tribüne jubelte unter den 7700 Fans der Schweizer Skisprung-Olympiasieger Simon Ammann mit.

Defago, Vater zweier Kinder und von Beruf Hochbauzeichner, ist zum dritten Mal bei Olympia, Platz sechs im Super-G von Salt Lake City 2002 war bisher sein bestes Ergebnis. Auch bei einer WM, wo er 2007 einmal Vierter der Super-Kombination war, stand er noch nicht auf dem Podium.

Im Weltcup hat er dreimal gewonnen, zweimal eine Abfahrt. Sein größter Erfolg war der Sieg auf der legendären Streif in Kitzbühel 2009. Im selben Jahr feierte er auf schwieriger Piste in Wengen einen Heimsieg, in Bormio war er im Dezember Zweiter.

Mit der Nummer 18 war Defago ins Rennen gegangen, Svindal und Miller standen da bereits im Ziel. Nach ihm starteten noch Kanadas Ski-Held Manuel Osborne-Paradis und Cuche. Während Osborne patzte und nur 17. wurde, lag Cuche lange auf Silberkurs - am Ende aber jubelte der stille Außenseiter Defago am lautesten.

Nach den Wetterkapriolen und der dadurch bedingten Verschiebung des Rennens um zwei Tage fanden die Athleten in Whistler Creekside gute Verhältnisse vor. In der Nacht war es kälter geworden, die nach dem Regen in den Tagen zuvor sulzige Piste fror deshalb durch - und hielt so auch, bis die Besten an der Reihe waren


Olympia, 21. Winterspiele in Vancouver:

Ski alpin, Männer, Abfahrt in Whistler Creekside:

Gold: Didier Defago (Schweiz) 1;54,31 Minuten

Silber: Aksel Lund Svindal (Norwegen) 0,07 Sekunden zurück

Bronze: Bode Miller (USA) 0,09,

4. Mario Scheiber (Österreich) 0,21, 5. Erik Guay (Kanada) 0, 33, 6. Didier Cuche (Schweiz) 0,36, 7. David Poisson (Frankreich) 0, 51, 8. Marco Büchel (Liechtenstein) 0,53, 9. Klaus Kröll 0,56, 10. Michael Walchhofer (beide Österreich) 0,57, 11. Carlo Janka (Schweiz) 0,71, 12. Hans Olsson (Schweden) und Werner Heel (Italien) beide 0,88, 14. Rok Perko (Slowenien) 0,95, 15. Peter Fill (Italien) 0,98, ... 24. Stephan Keppler (Ebingen) 1,80

Quelle: SID/seeg

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Mats Hummels verlängert Vertrag bis 2017

Nationalspieler bleibt Dortmund treu

Mats Hummels verlängert Vertrag bis 2017

Nationalspieler Mats Hummels bleibt Borussia Dortmund langfristig erhalten. mehr 

Italien

Fußball-Trikots für den Papst

Papst Benedikt XVI. kann sich in Mailand künftig in den Farben der großen Fußball-Klubs präsentieren. Am Rande des Weltfamilientags bekam ... mehr 

Sport
Aus der Region

Japan-Tag in Düsseldorf

700.000 Besucher beim Japan-Tag

Thronjubiläum von Queen Elizabeth II.

Mit Tee und Scones auf dem Rhein

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Die Stars der EM richtig aussprechen

Immer wieder stolpern Fans, Reporter und Journalisten über die Aussprache einiger Fußballspieler. Ein Grund für uns, die ... mehr 

Weitere Sportarten
Bilderserien Winterspiele
Das ist Martin Schmitt
Das ist Martin Schmitt
Wir haben die wichtigsten Stationen im Leben .. mehr 
 
Das ist Martin Schmitt
Das ist Martin Schmitt
Wir haben die wichtigsten Stationen im Leben ..
mehr 
Das ist Richard Freitag
Das ist Richard Freitag
Wir stellen den deutschen Skispringer Richard Freitag vor.
mehr 
Olympia 2014 in Sotschi: Die Sportstätten
Olympia 2014 in Sotschi: Die Sportstätten
Die Sportstätten für die Winterspiele 2014 in Sotschi
mehr 
Sotschi 2014: Fragen und Antworten
Sotschi 2014: Fragen und Antworten
Für den ersten Wettbewerb vor den Augen der ..
mehr 
Große Enttäuschung in München
Große Enttäuschung in München
Aus der Traum von Olympia: Diese Mädche steht ..
mehr 
Olympia-Vergabe: Katarina Witt weint bittere Tränen
Olympia-Vergabe: Katarina Witt weint bittere Tränen
Katarina Witt, Vorsitzende des Kuratoriums der ..
mehr 
Olympia-Vergabe: die Reaktionen
Olympia-Vergabe: die Reaktionen
Wir haben die Stimmen zur Olympia-Vergabe nach ..
mehr 
Olympia 2018: Witt, Riesch und der "Kaiser" in Durban
Olympia 2018: Witt, Riesch und der "Kaiser" in Durban
Franz Beckenbauer und Katarina Witt haben im ..
mehr 
 
MEHR
Bill Demong hat Gold für die USA geholt.

Nordische Kombination

Demong holt Gold für die USA

Am Anfang ein Skandal-Springen, am Ende eine Pleite mit Björn Kircheisen als bestem Deutschen auf Platz 20: Deutschlands Kombinierer verlassen erstmals seit zwölf Jahren die Olympischen Spiele ohne Einzelmedaille. Den Sieg holte der US-Amerikaner ... mehr

 
 

Ski Alpin / Riesenslalom

Rebensburg holt Gold im Riesenslalom