Kanadier siegen in Vancouver: Virtue und Moir tanzen zum Gold
zuletzt aktualisiert: 23.02.2010 - 06:00Vancouver (RPO). Tessa Virtue und Scott Moir haben bei den Olympischen Winterspielen von Vancouver in der Eistanz-Konkurrenz als erste Kanadier die Goldmedaille gewonnen. Die WM-Dritten siegten vor Meryl Davis und Charlie White aus den USA sowie den russischen Weltmeistern Oxana Domnina und Maxim Schabalin. Die deutschen Meister Christina und William Beier aus Dortmund belegten den 18. Platz.
Die beiden Nordamerikaner bauten im Pacific Coliseum ihren Vorsprung aus dem Originaltanz noch aus und ließen der Konkurrenz mit 221,57 Punkten keine Chance.
Mit deutlichem Rückstand (215,74) holten sich Meryl Davis und Charlie White aus den USA die Silbermedaille. Die Weltmeister Oxana Domnina und Maxim Schabalin aus Russland mussten sich mit 207,64 Zählern und Rang drei zufrieden geben.
Vor knapp 12.000 Zuschauern, unter ihnen auch IOC-Präsident Jacques Rogge, überzeugten die neuen Olympiasieger mit verwirrenden Pirouetten und spektakulären Hebungen zur Symphonie Nummer fünf von Gustav Mahler. Ihre Trainingskollegen Davis/White hingegen setzten auf klassisches Musical mit Melodien aus dem "Phantom der Oper". Erstmals ging damit der Olympiasieg im Eistanz nach Übersee.
Tessa Virtue:
Geb. am 17. Mai 1989 in London/Kanada. - Größe: 1,62 m. - Größte Erfolge: Olympiasiegerin 2010 im Eistanz, Vizeweltmeisterin 2008, WM-Dritte 2009
Scott Moir:
Geb. am 2. September 1987 in London/Kanada. - Größe: 1,68 m. - Größte Erfolge: Olympiasieger 2010 im Eistanz, Vizeweltmeister 2008, WM-Dritter 2009
Die deutschen Meister Christina und William Beier behaupteten ihren 18. Platz nach dem Originaltanz. Das Geschwisterpaar aus Dortmund leistete sich zwar einen kleinen Wackler nach einer Hebung, hätte sich aber auch ohne diesen Patzer nicht mehr weiter nach vorne arbeiten können.
"Das war für uns eine Comeback-Saison, mit der wir sehr zufrieden sein dürfen", sagte William Beier, der wegen Rückenbeschwerden beim Pflichttanz (Tango Romantica) und im Originaltanz noch fitgespritzt werden musste. Bei der Kür zu Klängen von Ludwig van Beethoven war dem Zeitsoldaten davon nichts mehr anzumerken, auch wenn der kleine Lapsus genau an der Stelle passierte, an der er sich die schmerzhafte Zerrung im Training zugezogen hatte.
Auch Trainer Rene Lohse, der die beiden Eistänzer als Coach übernommen hatte, nachdem sie ein Jahr lang mit anderen Partnern getanzt hatten, zog eine positive Bilanz: "Die Leistung war ganz klar besser als bei den Europameisterschaften im Januar in Tallinn." In der estnischen Hauptstadt hatten seine Schützlinge mit Rang 15 zufrieden sein müssen.
Eiskunstlauf, Eistanz im Pacific Coliseum:
Gold: Tessa Virtue/Scott Moir (Kanada) 221,57 Punkte
Silber: Meryl Davis/Charlie White (USA) 215,74
Bronze: Oxana Domnina/Maxim Schabalin (Russland) 207,64,
4. Tanith Belbin/Benjamin Agosto (USA) 203,07, 5. Federica Faiella/Massimo Scali (Italien) 199,17, 6. Isabelle Delobel/Olivier Schoenfelder 193,73, 7. Nathalie Pechalat/Fabian Bourzat (alle Frankreich) 190,49, 8. Sinead und John Kerr (Großbritannien) 186, 01, 9. Jana Chochlowa/Sergej Nowizki (Russland) 185,86, 10. Alexandra und Roman Zaretski (Israel) 180,26, 11. Emily Samuelson/Evan Bates (USA) 174,30, 12. Anna Cappellini/Luca Lanotte (Italien) 167,32, 13. Nora Hoffmann/Maxim Sawosin (Ungarn) 167,23, 14. Vanessa Crone/Paul Poirier (Kanada) 164,60, 15. Jekaterina Bobrowa/Dimitri Solowjew (Russland) 163,35, ... 18. Christina und William Beier (Dortmund) 149,64
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