Die Biathletin Magdalena Neuner hat in Vancouver in der Verfolgung ihre erste Olympia-Goldmedaille gewonnen.
Nach ihrem Sturmlauf zum heißersehnten Biathlon-Gold im Jagdrennen von Whistler riss die 23-Jährige die Arme nach oben und schlug ungläubig die Hände vors Gesicht.
Mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht flog Olympiasiegerin Magdalena Neuner auf den letzten Metern der Ziellinie entgegen.
Mit 26 Sekunden Vorsprung auf die Slowakin Anastazia Kuzmina kam Neuner zum letzten Stehendschießen, ließ die letzte Scheibe stehen, flog durch die Strafrunde und ging mit 6,2 Sekunden Vorsprung auf Kuzmina in die letzte Runde
Beim ersten Schießen schossen die beiden Spitzenreiterinnen schnell, fast simultan und fehlerlos. So wuchs der Vorsprung der beiden auf das Verfolgerfeld auf über eine halbe Minute.
Beim zweiten Liegndschießen traf Neuner ähnlich schnell alle fünf Scheiben, während sich Kuzmina einen Fehler leistete. So lag die Deutsche bei Halbzeit der 10 km mit 25 Sekunden Vorsprung klar auf Goldkurs
Beim vierten Schießen war Neuner sehr schnell, ließ aber die letzte Scheibe stehen.
So ging sie nur mit 6,2 Sekunden Vorsprung auf die Schlussrunde, ließ sich auf dem Weg zu Gold aber nicht mehr stoppen.
Sie holte den siebten Olympiasieg der Geschichte für die deutschen Biathlon-Frauen.
Es war eine historische Goldmedaille für das deutsche Team, das in der ewigen Medallenliste der Winterspiele Russland als Nummer 1 ablöste.
Im Ziel hatte Neuner trotz zweier Schießfehler 12,3 Sekunden Vorsprung auf Sprint-Olympiasiegerin Kuzmina. Bronze gewann die Französin Marie-Laure Brunet.
Gigantische Freude: Magdalena Neuner.