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Olympia in Pyeongchang
Das haben Sie in der Nacht verpasst

Savchenko/Massot jubeln in der "Kiss and Cry"-Ecke
Savchenko/Massot jubeln in der "Kiss and Cry"-Ecke FOTO: rtr, wy
Pyeongchang. Sie haben lieber geschlafen, als sich die Nacht vor dem Fernseher um die Ohren zu schlagen? Kein Problem! Hier sind die Nachrichten aus der Nacht von den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang.

Wunder im Eiskunstlauf

Das Gold schien schon verloren, doch dank einer grandiosen Kür haben die deutschen Paarläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot sich doch noch ihren Traum vom Olympiasieg erfüllt. Mit 235,90 Punkten distanzierten die Wahl-Oberstdorfer die Weltmeister Sui Wenjing/Han Cong aus China (235,47) und die Kanadier Meagan Duhamel/Eric Radford (230,15). Es war das erste olympische  Paarlauf-Gold für Deutschland seit 66 Jahren, als das Ehepaar Ria und Paul Falk 1952 gewann. Die beiden neuen Eiskunstlauf-Olympiasieger vergossen unmittelbar nach der Entscheidung Tränen.

Zwölf Hundertstel fehlen

Gold-Favoritin Viktoria Rebensburg hat im olympischen Riesenslalom eine Medaille verpasst. Durch einen Fehler im ersten Durchgang vergab sie eine gute Ausgangslage für das Finale. Deutschlands beste Skirennfahrerin verbesserte sich zwar im zweiten Lauf, doch am Ende reichte es nur zur "Blech-Medaille" und Platz vier. Zwölf Hundertstel fehlten zu Bronze, Gold ging an Mikaela Shiffrin aus den USA.

Norweger nicht zu schlagen

Thomas Dreßen hat die erste deutsche Olympia-Medaille in der Abfahrt seit 1964 verpasst. Der 24-Jährige aus Mittenwald, der nach seinem Triumph beim Klassiker in Kitzbühel im Januar zum Kreis der Anwärter auf Edelmetall in Südkorea gehört hatte, wurde auf der "Jeongseon Downhill" mit 0,78 Sekunden Rückstand auf Sieger Aksel Lund Svindal aus Norwegen Fünfter. Auch Platz zwei ging mit Kjetil Jansrud an einen Norweger. Driter wurde der Schweizer Beat Feuz.

Kein Glück für die Glücksbringer

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist mit einer Niederlage ins olympische Turnier von Pyeongchang gestartet. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm verlor sein Auftaktspiel in der Vorrundengruppe C gegen Finnland mit 2:5 (1:2, 0:2, 1:1). Der Münchner Brooks Macek (9.) und der Berliner Frank Hördler (42.) erzielten die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Die Eishockey-Spieler hatten sich an ihren freien die Wettkämpfe anderer Athleten angeschaut und unter anderem beide Gold-Läufe von Biathletin Laura Dahlmeier live gesehen.

Wieder Kurve neun

Gold und Silber sind schon weit weg, nun will Skeletonpilot Axel Jungk Platz drei angreifen. Der Oberbärenburger liegt zur Halbzeit der olympischen Rennen als Siebter noch in Schlagdistanz. Der WM-Zweite fuhr am Donnerstag im Olympic Sliding Centre einen sauberen ersten Lauf, leistete sich dann in Durchgang zwei einen Patzer in Kurve neun und fiel von Platz drei auf sieben zurück. Dennoch hat der Olympia-Debütant nur 0,55 Sekunden Rückstand auf Bronze. So ein Abstand ist im Skeleton locker aufzuholen.

(areh)
 
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