| 18.14 Uhr

30 Millionen Dollar Schadenersatz gefordert
Russische Biathletinnen verklagen Doping-Zeugen Rodschenkow

Olympia 2018: Russische Biathletinnen verklagen Grigori Rodschenkow
FOTO: dpa
New York. Drei russische Biathletinnen verklagen Kronzeuge Grigori Rodschenkow wegen seiner Enthüllungen über den russischen Dopingskandal bei Olympia 2014 in Sotschi. Sie fordern einen Schadenersatz in Höhe von 30 Millionen Dollar.

Olga Saizewa, Jana Romanowa und Olga Wiluchina werfen dem früheren Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors vor, ihre Karrieren mit Lügen schwer beschädigt oder zerstört zu haben. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP fordern sie in der Klage wegen Verleumdung Schadenersatz in Höhe von 30 Millionen Dollar (24 Mio Euro).

Rodschenkows Anwalt Jim Walden bezeichnete die Klage dem Bericht zufolge als "albernen Stunt ohne Chance auf Überleben". Die Klage werde "auf keine Weise die mutige Entscheidung von Dr. Rodschenkow beeinflussen, weiterhin die Wahrheit zu sagen und gegen falsch Handelnde auszusagen".

Russischer Dopingsumpf: eine Chronologie

Rodschenkows falsche Anschuldigungen hätten "die Geschichte letztlich verzerrt" und die Athletinnen der Errungenschaften ihrer Karriere beraubt, heißt es in der Klage. Wegen der "diffamierenden Aussagen" habe das Internationale Olympische Komitee ihnen die 2014 mit der Staffel gewonnene Silbermedaillen aberkannt. Rodschenkow wird in der Klage dem AP-Bericht zufolge als "Berufsverbrecher, Lügner und Betrüger" bezeichnet.

Rodschenkow war nach Bekanntwerden des Skandals in die USA geflohen und lebt im Zeugenschutzprogramm des FBI. Vorher hatte er als Schlüsselfigur im russischen Dopingsystem gewirkt.

Gesammelt: Die skurrilsten Ausreden der Doping-Sünder FOTO: AFP
(dpa)
 
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