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Snowboarderin bei Olympia
Coady erleidet Kreuzbandriss und macht Wind verwantwortlich

Olympia 2018: Tess Coady erleidet Kreuzbandriss und macht Wind verantwortlich
Tess Coady bei einem Trainingssprung. FOTO: dpa, awa
Pyeongchang. Die australische Snowboarderin Tess Coady hat bei einem Trainingsunfall bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang einen Kreuzbandriss erlitten und dafür die widrigen Verhältnisse verantwortlich gemacht.

Der australische Verband fordert nun eine Untersuchung des Weltverbandes FIS, ob das Training am Sonntag vor der dann abgesagten Slopestyle-Qualifikation überhaupt hätte stattfinden dürfen.

"Die Olympischen Spiele sind für mich zu einem abrupten Ende gekommen", schrieb Coady (17), Junioren-Weltmeisterin im Slopestyle und der Disziplin Big Air, bei Instagram: "Wurde beim Training (...) vom Wind erwischt, wovon mein Kreuzband kein großer Fan war."

Der Wind hatte bereits den Wettbewerb der Männer in Bokwang beeinflusst, bei dem der 17-jährige Amerikaner Redmond Gerard überraschend die Goldmedaille gewann. Der Niederländer Niek van der Velden wurde ebenfalls von einer Böe erfasst und brach sich bei seinem Sturz den rechten Oberarm. Er wurde vor Ort bereits operiert.

Ministerpräsident Mark Rutte, König Willem-Alexander und Königin Maxima waren auf dem Weg in den Snowpark, als sie von dem Unglück erfuhren. "Wir wünschen diesem großen Talent gute Genesung und hoffen, dass Niek an den nächsten Winterspielen wieder teilnimmt. Er ist noch so jung", sagte Rutte.

Weil die Böen nach dem Männer-Wettkampf stärker wurden, entschied die Jury, die Frauen-Qualifikation abzusagen, als das Training bereits lief. Der Wettkampf wurde auf Montag verschoben.

(sid)
 
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