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Olympia-Vergabe nach Peking
Neureuther: "Katastrophe für den Sport"

Porträt: Felix Neureuther: Deutschlands alpiner Weltcup-Rekordsieger
Porträt: Felix Neureuther: Deutschlands alpiner Weltcup-Rekordsieger FOTO: dpa, hm
Düsseldorf. Die alpinen Skistars Felix Neureuther und Marcel Hirscher haben die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2022 an Peking scharf kritisiert. Neureuther bezeichnete die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) als "Katastrophe für den Sport".

Im Rahmen seines Gastspiels beim Audi TT Cup im österreichischen Spielberg meinte der WM-Dritte im Slalom: "Es ist über Jahre extrem der Eindruck entstanden, dass beim IOC das Finanzielle im Vordergrund steht und nicht mehr der Sport." Neureuther forderte eine "andere Denke", nicht nur im Wintersport: "Eine Fußball-WM in Katar ist ja so ähnlich wie Olympische Winterspiele in Sotschi, Peking oder Südkorea."

In sieben Jahren in Peking wird Neureuther nicht mehr am Start sein, ebenso wie sein österreichischer Dauerrivale Hirscher. "Mich werden diese Spiele nicht mehr sehen, vielleicht noch als Zuschauer, aber das glaube ich auch nicht", sagte der viermalige Weltmeister, den die Nachricht von der IOC-Session in Kuala Lumpur dennoch "persönlich traf, weil es einfach keine gute Werbung für unseren Sport ist".

(sid)
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