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Paralympics: Drittes Gold für Braxenthaler

zuletzt aktualisiert: 21.03.2010 - 00:13

Whistler (RPO). Die Ski-Asse Gerd Schönfelder und Martin Braxenthaler haben mit Siegen in der Super-Kombination für einen goldenen Abschluss der Alpin-Wettbewerbe bei den Paralympics in Vancouver gesorgt.

Martin Braxenthaler hat die dritte Goldmedaille bei den Paralympics gewonnen. Foto: KEYSTONE, AP

Schönfelder holte im letzten Rennen seiner großen paralympische Karriere bei den stehenden Athleten seine insgesamt 16. Goldmedaille und stellte damit den deutschen Rekord von Reinhild Möller ein. Mit zwölfmal Gold geht Deutschland mit drei Siegen Vorsprung auf Russland als führendes Team des Medaillenspiegels in den letzten Tag.

Gleichzeitig hat Schönfelder mit 22 Medaillen bei Paralympics so viele gewonnen wie kein anderer deutscher Athlet. Während der Spiele in Kanada hatte der Bayer, der im Alter von 19 Jahren bei einem Zugunglück seinen rechten Arm verlor, den nordischen Athleten Frank Höfle (Isny/20) als eifrigsten Medaillensammler abgelöst.

Braxenthaler gewann die Konkurrenz im Monoski dank eines fulminanten Slalom-Laufs. Der 38-Jährige aus Traunstein hatte nach dem Super-G noch Rang fünf belegt, siegte letztlich aber noch mit fast drei Sekunden Vorsprung und damit bereits zum zehnten Mal bei Paralympics. Für ihn war es das dritte Gold in Vancouver. Der ein Jahr älter Schönfelder (Kulmain), der in Sotschi 2014 nicht mehr starten will, gewann in Whistler damit bei fünf Starts vier Goldmedaillen und einmal Silber.

Derweil hat sich der Traum von der fünften Medaille im fünften Rennen in Whistler für Deutschlands Behindertensportlerin des Jahres Andrea Rothfuß nicht erfüllt. Die 20 Jahre alte Schülerin aus Mitteltal stürzte kurz vor Ende des Super-G-Laufs. Sie hatte im Slalom und Riesenslalom jeweils Silber und in der Abfahrt und im Super-G jeweils Bronze gewonnen.

Kevin Wermeester (Aachen) wurde in der stehenden Klasse 17., bei den sitzenden Athleten belegte Thomas Nolte (MTV Braunschweig) Rang zehn, Franz Hanfstigl Platz zwölf.

"Tolle Spiele"

"Nun sind die Spiele für mich vorbei. Es ist schade, dass ich gestürzt bin und in den letzten Tagen ist mir alles ein bisschen zu viel geworden. Insgesamt waren es aber tolle Spiele für mich", sagte Rothfuß: "Ich denke aber, dass ich es in Sotschi in vier Jahren noch besser machen kann."

Derweil hat eine vergessene Ausnahmegenehmigung hat den ersten Dopingfall in Vancouver verursacht. Der schwedische Curler Glenn Ikonen nahm das ihm nachgewiesene blutdruckhemmende Mittel seit Jahren ein. Nach SID-Informationen hätte er aus gesundheitlichen Gründen eine Ausnahmegenehmigung zur Einnahme des Mittels bekommen können, hat diese aber vergessen zu beantragen. So verhinderte er, dass sich das Internationale Paralympische Komitee (IPC) nach Turin zum zweiten Mal in Folge über "dopingfreie" Winterspiele freuen durfte.

Gastgeber Kanada hat unterdessen im für ihn wichtigsten Wettbewerb die Medaillenränge verpasst. Das Sledgehockey-Team verlor das Spiel um Platz drei gegen Norwegen überraschend 1:2 und ging somit leer aus. Die Goldmedaille holte schließlich auch noch Kanadas Erzfeind USA durch ein 2:0 im Endspiel gegen Japan. Nach dem Sieg der Frauen und Männer bei Olympia hatte ganz Kanada vom Triple-Gold im Eishockey geträumt.

Quelle: SID/seeg

 
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