Gesundheit geht vor: Paarlauf-Meister Schwarz/Müller trennen sich
zuletzt aktualisiert: 03.05.2000 - 15:43Berlin (sid). Nach knapp vier Jahren haben die dreimaligen deutschen Paarlauf-Meister Peggy Schwarz und Mirko Müller ihre gemeinsame Eiskunstlauf-Karriere beendet. "Peggy wird aus gesundheitlichen Gründen ihre Laufbahn nicht mehr fortsetzen, Mirko macht weiter", bestätigte Trainer Knut Schubert die nicht überraschende Trennung.
Die Berliner, die ihren größten gemeinsamen Erfolg mit dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften 1998 in Minneapolis feierten, sollten in den vergangenen Jahren die Nachfolge der ehemaligen Welt- und Europameister Mandy Wötzel und Ingo Steuer aus Chemnitz antreten, konnten dies jedoch nie umsetzen. Sprung- und Nervenschwächen bei der 28 Jahre alten Peggy hatten schon zu Beginn dieses Jahres für Unstimmigkeiten mit dem Partner gesorgt. Trennungsgerüchte machten schon vor der WM in Nizza, wo die beiden den achten Platz belegten, die Runde.
Die allein erziehende Mutter des fünf Jahre alten Michel leidet darüber hinaus seit Jahren an einer schmerzhaften Hüftgelenksdysplasie, die immer wieder zu Trainingspausen zwang. Coach Schubert: "Die Gesundheit geht vor, auch wenn wir alle wissen, wie sehr Peggy am Eiskunstlaufen hängt. Aber ihr Körper soll sie heil über die nächsten Lebensjahrzehnte bringen."
Binnen der nächsten vier Wochen will Schubert für den 25 Jahre alten Zeitsoldaten Müller eine neue Partnerin finden. "Sie muss natürlich zu seinem sportlichen Niveau passen, aber ich sehe in Deutschland eine oder auch zwei Läuferinnen, die in Frage kommen", sagte der ehemalige EM-Dritte in Paarlaufen. Parallel, so der Trainer weiter, werde er sich auch auf dem internationalen Markt umsehen.
Diese Lösung wäre allerdings im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City mit Problemen behaftet. Während Paare bei Welt- und Europameisterschaften auch mit verschiedenen Nationalitäten für einen Verband starten dürfen, müsste Müllers neue Partnerin einen deutschen Pass erhalten, um an Olympia für Deutschland teilnehmen zu dürfen.
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