Eishockey: Foul von Muller sorgt für Aufregung: Panek: "Das war Absicht!"
zuletzt aktualisiert: 07.02.2000Jesse Paneks Augen blitzten vor Zorn. "Was muss ein Spieler denn noch alles anstellen, bevor er endlich eine Matchstrafe bekommt?" fragte der DEG-Trainer. "Muss dafür erst jemand auf dem Eis verbluten?" Der 5:4 (2:0, 1:1, 2:3)-Erfolg über den SC Bietigheim-Bissingen war am Freitagabend schnell vergessen, im Vordergrund stand das üble Foul des Bietigheimers Mike Muller gegen Leo Stefan, das Schiedsrichter Bertl mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe in der Tat unzureichend geahndet hatte.
Der Nationalspieler trug beim Stockstich des Ex-Iserlohners, von Bertl verharmlosend als Stockschlag bezeichnet, eine schwere Rippenprellung davon. "Das war volle Absicht", schäumte Panek, "und dazu kein Einzelfall. Es hatte ja schon mit dem absichtlichen Ausschalten Gozzis angefangen." Der Schwede war von Tim Leahy mit blanken Fäusten traktiert worden, hatte aber selbst zwei Strafminuten (bei vier gegen Leahy) wegen "übertriebener Härte" erhalten; ohne zurückgeschlagen zu haben.
Sonst gab es nicht viel fest zu halten - außer einer Glanzpartie des fast schon abgeschobenen Zdenek Travnicek und der Ehrlichkeit Ralf Reisingers, der den ihm zugeschriebenen fünften Treffer an den wahren Schützen, Andreas Brockmann, weitergab.
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