22.03. Mailand - San Remo: Paolo Bettini schlägt Cipollini und Zabel
zuletzt aktualisiert: 28.04.2003 - 15:50San Remo (rpo). Weltcup-Gesamtsieger Paolo Bettini hat den Sprintstars Erik Zabel und Mario Cipollini im Finale der 94. Fernfahrt "Mailand-San Remo" die Schau gestohlen und den ersten Frühjahrsklassiker der Saison souverän gewonnen. Nach 297 km und 6:44:53 Stunden setzte sich der Italiener aus dem belgischen Team Quick Step auf der Via Roma im Schlussspurt einer dreiköpfigen Spitzengruppe vor seinen Landsleuten Mirko Celestino und Luca Paolini durch.
Den Sprint des Hauptfeldes gewann auf dem vierten Platz Vorjahrssieger Mario Cipollini, der einmal mehr Erik Zabel hinter sich ließ. Der Telekom-Kapitän musste sich mit dem sechsten Rang hinter Dario Pieri (Italien) begnügen. Zabel hatte die "Fahrt in den Frühling" 1997 und 1998 sowie 2000 und 2001 gewonnen.
Paolo Bettini, der zweifache Gewinner von Lüttich-Bastogne-Lüttich und Sieger der Meisterschaft von Zürich 2001 war bei herrlichem Frühlingswetter der stärkste der 194 Teilnehmer. Zwei kraftvolle Attacken an den letzten beiden Hügeln vor dem Ziel, Cipressa und Poggio, bescherten Bettini zu Recht den wichtigsten Erfolg seiner Karriere.
"Heute hat der momentan beste Fahrer der Welt gewonnen. Das muss man neidlos anerkennen. Aber wir haben unsere Arbeit auch gemacht. Kai Hundertmarck war lange vorn, Alexander Winokourow hat an der Cipressa attackiert und Eriks sechster Platz ist auch gut", sagte Telekom-Teammanager Walter Godefroot.
Sogar Cipollini, der gern als fünfter Profi im WM-Trikot in San Remo gewonnen hätte, gratulierte an seinem 36. Geburtstag artig: "Bettini hat mir bei der Weltmeisterschaft in Zolder geholfen - das macht meine Niederlage heute weniger bitter." Auch Zabel erkante neidlos an: "Am Poggio konnte ich mit Bettini nicht mitgehen."
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