Doppelspitze in der Weltrangliste lockt: Paris träumt vom "Sister Act" auf Sand
zuletzt aktualisiert: 05.06.2002 - 18:36Paris (rpo). Die Williams-Schwestern können für ein Novum in der WTA-Weltrangliste sorgen: Sollten es zum Duell von Venus und Serena im Finale der French Open kommen, so würden erstmals in der Geschichte zwei Schwestern auf den ersten Plätzen der Rangliste thronen.
"Venus die Ältere" wird unabhängig vom Turnierausgang die neue Nummer 1. Die "kleine Serena" muss im Halbfinale am Donnerstag "nur" noch die Turnierfavoritin Jennifer Capriati schlagen und das Novum wäre perfekt. Am ziemlich verregneten Mittwoch in der Seine-Metropole durften sich die beiden ausruhen.
Bisher standen sich Venus (21) und Serena (20) erst ein Mal im Finale eines Grand-Slam-Turniers gegenüber: Im Vorjahr machte Venus im Endspiel der US Open beim 6:2, 6:4 kurzen Prozess mit ihrer kleinen Schwester. Danach gewann Serena die nächsten beiden Matches. So führt Venus im "Familienduell" nur noch mit 5:3; ein Finale im Stade Roland Garros wäre die neunte Begegnung der Schwestern auf dem Tennisplatz seit 1998, als Venus bei den Australian Open in der 2. Runde den Premieren-Sieg schaffte.
Auch diesmal hat die Ältere im Halbfinale gegen Außenseiterin Clarisa Fernandez, die 20 Jahre alte Argentinierin, vermeintlich die besseren Karten. Doch auch Serena mangelt es vor dem Duell mit der "Noch-Nummer 1" Capriati nicht an Selbstvertrauen. "Sie spielt großartig. Mein Tennis ist aber auch ganz okay", sagt Serena Williams, die im vierten Anlauf erstmals das Semifinale von Paris erreicht hat - und dann legt sie noch einen drauf: "Ich will in meiner Karriere nicht unbedingt die Nummer 2 sein. Ich würde gern besser sein."
Vater Richard hatte es vorausgesagt
"Ich liebe es zu gewinnen", meint Venus Williams, "und ich habe hier jetzt eine große Chance. Aber ich setze mich deshalb nicht mehr unter Druck, als nötig", so die Innenarchitektur-Studentin, die den fünften Grand-Slam-Triumph ihrer Karriere anstrebt.
Vater Richard Williams hatte es vorausgesagt: Eines Tages sind meine beiden Töchter Nummer 1 und 2, dann haben sie es geschafft, all die Mühe und der Schweiß haben sich gelohnt. Ausgezahlt hat sich der Sturmlauf der Williams-Sisters schon lange: Venus hat auf der Profitour fast 10, ihre ein Jahr jüngere Schwester knapp 7 Millionen Dollar kassiert.
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