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München
Paul Breitner feiert seinen 65. Geburststag

München. 17 Stunden durfte sich Paul Breitner als Teamchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft fühlen. "Egidius Braun hatte mich um Hilfe gebeten. Er brauchte mich, wie er sagte, als eine Art Konkursverwalter des deutschen Fußballs für einen begrenzten Zeitraum", erzählte der 48-malige frühere Nationalspieler einmal über das Jahr 1998. Einige Herrschaften im DFB-Präsidium hätten Verbandsboss Braun aber damals aufgezeigt, "dass die Benennung eines Teamchefs nicht allein Chefsache ist". Der streitbare und nie um klare Worte verlegene Breitner wurde nicht Teamchef, stattdessen stürzte sich der DFB in ein Intermezzo mit Erich Ribbeck. "Kritisieren ist eine Form des Abwägens. Ich bin kein Schönredner", versicherte der frühere Star des FC Bayern.

Geboren wurde der heutige Markenbotschafter der Münchner am 5. September 1951 im bayerischen Kolbermoor. Seine Karriere ließ kaum Wünsche offen: Weltmeister 1974 auch dank seines Elfmetertores im Finale, Europameister 1972, Europapokalsieger 1974, Meister und Pokalsieger in Deutschland, Meister und Pokalsieger in Spanien, Fußballer des Jahres. Der gerne als Querkopf oder Rebell bezeichnete Breitner hatte eine erfüllte Laufbahn. Am Montag feiert er nun im Kreise der Familie seinen 65. Geburtstag, wie er der "tz" verriet.

(dpa)
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