Eisschnelllauf-Weltcup in Heerenveen: Pechstein gewinnt 1.500 m
zuletzt aktualisiert: 02.02.2001 - 22:31Heerenveen (sid) Deutschlands Eisschnellläuferinnen stürmten zum Auftakt des Weltcups im niederländischen Heerenveen vorneweg. Über 1.500 m gelang Weltmeisterin Claudia Pechstein (Berlin) und Anni Friesinger (Inzell) ein deutscher Doppelsieg. Superstar Gunda Niemann-Stirnemann (Erfurt) peilt nach Platz sieben am Samstag über die doppelte Distanz ihren insgesamt 100. Weltcup-Sieg an.
Zum Erfolg von 5.000-m-Olympiasiegerin Pechstein meinte ihr Trainer Joachim Franke: "Das hatte Claudia nötig im Hinblick auf die Allround-WM am kommenden Wochenende in Budapest." In 1:57,70 Minuten lag die Berlinerin vor Friesinger (1:57,95) und der Niederländerin Tonny de Jong (1:58,03). Die dreimalige Olympiasiegerin Gunda Niemann lieferte in 1:58,91 Minuten am Tag vor dem ersehnten Jubiläums-Triumph eine relativ enttäuschende Zeit ab.
Anni Friesinger baute drei Wochen nach ihrem Unfall bei der Allround-EM in Italien ihre Führung in der 1.500-m-Weltcupwertung aus. "Darüber bin ich total happy, zumal ich den Sturz von Baselga noch im Hinterkopf hatte", meinte die Inzellerin, die nach drei von fünf Wertungsrennen mit 280 Punkten vor Niemann (190) und Pechstein (162) liegt. Garbrecht bestätigt hervorragende Form
Zuvor hatte Sprint-Star Monique Garbrecht-Enfeldt ihre hervorragende Form bestätigt. Über 500 Meter musste sich die sechsmalige Weltmeisterin aus Berlin in 38,50 Sekunden nur der kanadischen Weltrekordlerin Catriona LeMay-Doan (38,02) geschlagen geben, die auch in der Weltcup-Wertung nach sieben der insgesamt zehn Wertungsläufe mit 670 Zählern vor der Deutschen (510) führt.
Die Erfurterin Sabine Völker feierte einen Monat nach ihrem schweren Trainingssturz vom 3. Januar ein gelungenes Comeback: Mit lediglich fünf Hundertstelsekunden Rückstand auf Garbrecht belegte Völker den dritten Platz.
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