Zabel bei Vuelta nur Vierter: Petacchi holt sich zweiten Etappensieg
zuletzt aktualisiert: 10.09.2003 - 17:01Saragossa (rpo). Sprintkönig Alessandro Petacchi hat am Mittwoch seine zweite Etappe bei der diesjährigen Vuelta gewonnen. Der Italiener setzte sich nach 166,7 km auf der fünften Etappe der Spanien-Rundfahrt durch.
Alessandro Petacchi bleibt für Erik Zabel und den Rest der Sprint-Elite in dieser Radsport-Saison schier unschlagbar. Der Italiener holte sich auf dem fünften Teilstück seinen zweiten Tageserfolg bei der 58. Spanien-Rundfahrt und setzte damit seine Etappen-Siegesserie von Giro d'Italia (sechs) und Tour de France (vier) fort. Im Schlussspurt nach 166,7 km von Soria nach Saragossa blieb Telekom-Kapitän Zabel diesmal nur der vierte Platz.
"Petacchi ist schwer zu schlagen. Wenn er am Schluss vorne mit dabei ist, ist er einfach der Stärkste", erklärte Telekoms sportlicher Leiter Mario Kummer: "Erik ist jeden Tag vorne mit dabei, das zeichnet ihn aus." Petacchi übernahm auch das Trikot des besten Sprinters, um das aber auch Zabel weiter kämpfen will: "Die Punktwertung ist noch völlig offen", meinte Kummer.
Schon 300 m vor dem Ziel hatte sich Petacchi gemeinsam mit drei weiteren Fahrern aus dem Hauptfeld gelöst und von der Spitze weg scheinbar mühelos einige Meter Vorsprung herausgefahren. Folgen konnte ihm nur noch der Spanier Angel Edo, der Zweiter wurde. Zwei Sekunden dahinter belegte der Neuseeländer Julian Dean vor Zabel Rang drei.
Das Goldtrikot des Gesamtführenden verteidigte der Spanier Isidro Nozal erfolgreich. Der Once-Fahrer hat weiterhin 50 Sekunden Vorsprung auf seine Teamkollegen Joaquin Rodriguez und Igor Gonzales de Galdeano, die auf den Plätzen zwei und drei folgen. Bester Deutscher ist weiterhin Youngster Patrick Sinkewitz (Fulda) als 15. des Gesamtklassements.
Für vier Ausreißer, die das Renngeschehen über weite Strecken bestimmt hatten, war der Traum vom Etappensieg 16 km vor dem Ziel geplatzt. Die Spanier Igor Astarloa und David Navas, der Niederländer Karsten Kroon sowie der Italiener Mariano Piccoli hatten sich bereits nach 10 km vom Feld abgesetzt und 140 km allein an der Spitze verbracht. Ihr maximaler Vorsprung hatte knapp fünf Minuten betragen.
Im Verlauf der Aufholjagd hatte immer wieder starker Wind das Peloton auseinander gerissen, sodass etliche der 190 am Morgen gestarteten Fahrer mit zum Teil erheblichem Rückstand das Ziel erreichten. Alle Spitzenfahrer mit Hoffnungen auf eine Top-Gesamtplatzierung konnten sich allerdings vorne halten.
Richtig gefordert sind die Favoriten auf den Gesamtsieg am Donnerstag, wenn es ins erste Einzelzeitfahren der diesjährigen Vuelta geht. Die sechste Etappe führt über einen Rundkurs mit Start und Ziel in Saragossa und ist 43,8 km lang. Am Freitag macht das Peloton dann einen Abstecher nach Frankreich mit der Zielankunft in Cauterets. Die Spanien-Rundfahrt endet am 28. September in Madrid.
58. Spanien-Rundfahrt,
5. Etappe über 166,7 km von Soria nach Saragossa:
1. Alessandro Petacchi (Italien) 3:19:26 Stunden,
2. Angel Edo (Spanien) gleiche Zeit,
3. Julian Dean (Neuseeland) 0:02 Minuten zurück,
4. Erik Zabel (Unna/Telekom),
5. Antonio Bucciero (Italien),
6. Fred Rodriguez (USA),
7. Angelo Furlan (Italien),
8. Jan Svorada (Tschechien),
9. Alejandro Valverde (Spanien),
10. Steven de Jongh (Niederlande) alle gleiche Zeit
Gesamtwertung:
1. Isidro Nozal 14:11:03 Stunden,
2. David Etxebarria 0:50 Minuten zurück,
3. Joaquin Rodriguez,
4. Igor Gonzales Galdeano,
5. Marcos Serrano alle gleiche Zeit,
6. Manuel Beltran 1:00,
7. Roberto Heras gleiche Zeit,
8. Aitor Osa 1:14,
9. Unai Osa,
10. Francisco Mancebo,
11. Juan Miguel Mercado alle gleiche Zeit,
12. Luis Perez 1:32,
13. Alejandro Valverde 1:35,
14. Oscar Sevilla (alle Spanien),
15. Patrick Sinkewitz (Fulda/Quick Step) 1:38
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