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Vierschanzentournee
Peter Prevc fliegt davon

Alle Sieger der Vierschanzentournee
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Bischofshofen. Dem Slowenen gelingt in Bischofshofen der dritte Tagessieg bei dieser Vierschanzentournee, und er wird Gesamtsieger. Er vergrößert sogar noch den Abstand zu Severin Freund. Von Lars Becker

Severin Freund klatschte fair, als sein großer Konkurrent Peter Prevc in einem Meer slowenischer Fahnen zum neuen Tournee-König gekrönt wurde. Nach einem faszinierenden Duell sicherte sich der Überflieger in Bischofshofen mit seinem dritten Tagessieg in Serie den goldenen Adler und die 20.000 Schweizer Franken für den Gesamtsieg beim Skisprung-Grand-Slam. Severin Freund schaffte als grandioser Zweiter beim Finalspringen auch bei der vierten Tournee-Station einen Podestplatz und krönte damit die stärkste deutsche Tournee-Bilanz seit dem Grand-Slam-Sieg von Sven Hannawald vor 14 Jahren.

"Diese Tournee hat wirklich extrem viel Spaß gemacht. Wenn man in vier Springen viermal aufs Podest fliegt, hat man extrem viel richtig gemacht. Das macht Freude auf mehr" sagte Freund. In der Gesamtwertung hatte er umgerechnet knapp 15 Meter Rückstand auf Prevc. Immerhin verhinderte Skiflug-Weltmeister Freund mit dem ersten deutschen Tournee-Auftaktsieg seit 2002 in Oberstdorf aber einen Grand-Slam-Triumph des überragenden Prevc. Bei den drei Siegen des Slowenen in Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen landete Freund einmal auf Platz drei und zweimal auf dem zweiten Rang. Es war die mit Abstand beste Tournee seiner Karriere - und nur sein Dauerkonkurrent verhinderte den ganz großen Triumph.

Peter Prevc beendete nach sieben österreichischen Triumphen in Serie die längste Siegesserie einer Nation in der Geschichte des Skisprung-Grand-Slams und holte den zweiten slowenischen Gesamtsieg nach Primoz Peterka 1997. "Ich war so nervös und habe die letzten drei Nächte nicht geschlafen. Natürlich bin ich superglücklich - jetzt wird gefeiert", kommentierte Prevc. Der Schweiger ballte nach der Landung seines Finalsprungs bei der Bestweite von 142,5 Metern die Fäuste. Dann trugen ihn seine Teamkollegen durch die Arena.

Fotos: Prevc gewinnt letztes Springen und Gesamtwertung FOTO: dpa, dka lof

Freund hatte den Tournee-Sieg mit Blick auf seinen Rückstand von elf Metern schon vor dem Finale abgehakt: "Ich glaube es defintiv nicht mehr". Der 27-Jährige hatte nach seinem Sturz von Innsbruck auf den Qualifikationstag verzichtet: "Der Tag war mit Regeneration definitiv besser genutzt", sagte Freund.

Prevc beendete gleich mit seinem ersten Wettkampfsprung auf überragende 139 Meter alle Gedankenspiele. Freund schaffte anschließend starke 136 Meter und belegte damit zwischenzeitlich Rang zwei. Im Finalsprung segelte Freund auf 141 Meter - doch Prevc war erneut einen Tick besser. "Severin kann stolz auf sich sein. Es gibt keinen Grund zur Trauer", kommentierte Bundestrainer Werner Schuster.

Quelle: RP
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