Schießen: Weltcup in Sydney: Pfeilschifter Zweite beim Olympia-Test
zuletzt aktualisiert: 25.03.2000 - 15:57Sydney (dpa). Der zweite Platz von Sonja Pfeilschifter (München) war am Samstag das beste Resultat der deutschen Schützen zum Auftakt des Weltcups und Olympia-Tests auf der neuen olympischen Schießanlage bei Sydney. Mit dem besten Finalresultat von 104,0 Ringen und dem Gesamtergebnis von 501,0 Zählern musste sich die dreimalige Weltmeisterin im Luftgewehr-Wettkampf nur der Chinesin Yinghui Zhao (501,7 - 398/103,7) geschlagen geben. Dritte wurde die Weißrussin Olga Pogrebniak (500,4).
Rebecca Frank (Kastl) verpasste als Neunte mit 395 Ringen hauchdünn das Finale. Karin Schade (Ludwigsau/394) landete auf dem zehnten Rang. Mit der Luftpistole reichte es für Artur Gevorgian (Bassum) nach der drittbesten Vorkampfleistung mit 584 Ringen und dem schlechtesten Resultat aller acht Finalisten (97,1) mit 681,1 Zählern zum achten Platz. Hans-Jürgen Bauer-Neumaier (Saaldorf) kam mit 580 Ringen auf den 15. Platz. Guido Rudolph (Gotha) wurde 27. mit 575 Zählern. Den Sieg erkämpfte sich der Chinese Zongliang Tan (685,8) vor den beiden Russen Boris Kokorew (685,2) und Wladimir Gontscharow (684,9).
Beste deutsche Starterin mit der Luftpistole war Carmen Meininger (Gera) ebenfalls als Achte. Die Weltmeisterschafts-Vierte erzielte 476,2 (381/95,2) Ringe. Anke Schumann (Suhl) belegte mit 374 Ringen den 32. Rang. Der Sieg ging an Rebecca Snyder (USA) mit 487,1 Ringen vor Ying Cao (China/485,9) und Viktoria Chaika (Weißrussland/484,8).
Die rund 30 Millionen Mark teure Olympia-Anlage liegt zirka 50 Kilometer südwestlich der Innenstadt von Sydney. "Es ist eine funktionelle Anlage, die allen Ansprüchen genügt. Auch die Probleme mit dem Windeinfall wurden behoben, so dass ich nur Positives über die Anlage sagen kann", erklärte Heiner Gabelmann, der Sportdirektor des Deutschen Schützen-Bundes. An der Einschätzung änderte auch nichts, dass eine Giftschlange am Samstag für eine längere Trainingsunterbrechung bei den Wurfscheiben-Spezialisten gesorgt hatte. Beim Weltcup sind mit 697 Schützen aus 85 Ländern mehr Aktive am Start als bei den Olympischen Spielen in knapp sieben Monaten.
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