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Neu-Ulm
Platz zwei für Basketballer beim Supercup

Neu-Ulm. Die deutschen Basketballer haben sich beim Supercup nur bedingt Rückenwind für die Qualifikation für die EM 2017 geholt. Zwar setzte sich das Nationalteam nach dem Auftaktsieg gegen Finnland (75:66) auch zum Abschluss des Turniers gegen Polen mit 80:61 durch, kassierte dazwischen aber auch eine deutliche Niederlage gegen Russland (73:92), das sich ungeschlagen den Turniersieg sicherte. "Ich denke, wir haben heute einen Schritt nach vorne gemacht", sagte der Neu-Münchner Danilo Barthel. Auch NBA-Profi Tibor Pleiß (Utah) war zufrieden. "Es war wichtig, dass wir uns nach der Niederlage gegen Russland gesteigert haben", sagte der Center.

Wie schon gegen Finnland war auf Spanien-Legionär Robin Benzing (CAI Saragossa) Verlass. Mit zwölf Punkten gehörte er erneut zu den besten Werfern der Deutschen. Auch Daniel Theis, Maodo Lo, beide beim deutschen Meister Borse Basket Bamberg unter Vertrag, und Danilo Barthel ( München) kamen gegen Polen auf jeweils zwölf Punkte.

Gegen Russland hatte die DBB-Auswahl nicht überzeugt. Dementsprechend ernüchternd fiel auch die Bilanz von Bundestrainer Chris Fleming aus. "Wir haben uns immer wieder herangekämpft, aber wir sind noch nicht auf dem Niveau der Russen. Die haben uns die Grenzen gezeigt", sagte der als Assistenztrainer in der NBA bei den Brooklyn Nets arbeitende US-Amerikaner, der von 1994 bis 2014 in Deutschland aktiv war.

Fleming muss ohne Spielgestalter Dennis Schröder auskommen. Der 22-Jährige bereitet sich auf seine neue Rolle als Nummer eins auf seiner Position bei den Atlanta Hawks vor. Trainer Fleming setzte auf Lo und Makai Mason. Während der Bamberger bereits eine solide Leistung zeigte, ist beim Nationalteam-Debütanten Mason (Yale University) noch viel Luft nach oben.

Bevor es um die Tickets für die Europameisterschaft 2017 geht, bleibt noch die Generalprobe am kommenden Freitag in Gießen gegen Portugal. Bis zum Qualifikations-Auftakt am 31. August müssen Fleming und sein Team noch einige Baustellen beseitigen. Dann geht es in Kiel gegen Dänemark. Weitere Gegner sind am Mittwoch, 7. September (19.30 Uhr), in Oberhausen die Niederlande und eine Woche später in Bamberg die Mannschaft aus Österreich.

(sid/dpa)
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