Erfreuliches Finale bei der Tischtennis-EM: Qianhong Gotsch ergattert EM-Gold
zuletzt aktualisiert: 01.05.2000 - 15:36Bremen (dpa). Der Sieg von Qianhong Gotsch im Damen-Einzel hat der Europameisterschafts-Bilanz des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) den erhofften Goldglanz verliehen. Die Abwehrkünstlerin aus Betzingen rechtfertigte als topgesetzte Spielerin das Vertrauen.
Sie bezwang im Finale die Rumänin Mihaela Steff knapp mit 3:2-Sätzen. 3 500 Zuschauer in der Bremer Stadthalle feierten am Montag Europas neue Tischtennis-Königin. Sie ist 30 Jahre alt, wurde in China geboren und nahm überglücklich als dritte DTTB-Spielerin nach Agnes Simon (1962) und Nicole Struse (1996) die Goldmedaille in Empfang. Auf dem Weg ins Endspiel hatte "Hongi" ihre Teamkollegin Jie Schöpp aus Kroppach im Halbfinale besiegt.
Ein Titel, zwei Silber- und vier Bronzeplaketten bestätigten die Rolle des DTTB als eine führende europäische Tischtennis-Nation. Trotz des Heimvorteils wurde aber nicht die Super-Ausbeute von 1996 (3/-/3) und 1998 (3/-/1) erreicht. Schwedens Herren sind weiterhin dominierend, bei den Damen löste Ungarn mit zwei Titeln den DTTB als Nummer eins ab.
"Wir haben in sechs verschiedenen Konkurrenzen sieben Medaillen gewonnen. Sie machen uns nicht satt und zufrieden, sondern geben uns Ansporn und Motivation für die Zukunft. Die Herren haben einen Schritt nach vorn gemacht", lautete die positive Bilanz von Spitzensport-Koordinator Dirk Schimmelpfennig.
Der 38-Jährige, in Personalunion auch Herren-Bundestrainer, freute sich besonders über das erste Team-Silber seit zehn Jahren und über die sensationelle Bronzemedaille für das Nachwuchsdoppel Lars Hielscher/Thomas Keinath. Dafür stand im Einzel zum zweiten Mal nach 1998 in Eindhoven kein Akteur im Achtelfinale.
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