Am Wochenende im tschechischen Tabor: Radcross-WM: Alle Hoffnungen ruhen auf Hanka Kupfernagel
zuletzt aktualisiert: 01.02.2001 - 13:04Neuss (sid). Auf Titelverteidigerin Hanka Kupfernagel vom holländischen Profiteam "Farm Frites" ruhen alle deutschen Hoffnungen bei den Weltmeisterschaften im Radcross am Wochenende im tschechischen Tabor. Die 26-jährige aus Bliesendorf bei Potsdam, die im Vorjahr beim ersten Frauen-Championat "über Stock und Stein" auf Anhieb WM-Gold gwannen, gilt für Bundestrainer Peter Waibel wieder als hohe Favoritin für das Rennen am Samstag. "Ich gehe davon aus, dass Hanka wieder das Regenbogentrikot holen wird."
Die beste deutsche Radamazone weist die Vorschusslorbeeren zurück. "Cross macht Spaß, und wer mich kennt weiß, dass ich auch da ehrgeizig bin. Aber bei der WM gibt es viele Unwägbarkeiten", dämpft sie die Erwartungen. "Die größte Unbekannte ist, dass in diesem Jahr noch nie alle starken Fahrerinnen aufeinander trafen. Die WM wird der erste und wahrscheinlich einzige Wettkampf sein, bei dem die Weltelite komplett ist."
Neben Hanka Kupfernagel, die Mitte Januar auch die erste deutsche Querfeldeinmeisterin aller Zeiten wurde und am vergangenen Wochenende in Wetzikorn/Schweiz die WM-Generalprobe gewann, nominierte Waibel für den 2.850 Meter langen Rundkurs über vier Hindernisse und mit drei Laufpassagen Sandra Mißbach (Berlin/Farm Frites) und Nicole Kottkamp (Herford).
Bei den deutschen Herren sind die Erwartungen für das Rennen am Sonntag in Böhmen neun Jahre nach dem letzten WM-Titel von Mike Kluge sehr niedrig. "Um Platz 20, mehr dürfte nicht drin sein", erklärte der Bundestrainer mit Blick auf die Aussichten des deutschen Meisters Tobias Nestle (München) sowie von Jens Reuker (Emmendingen) und Christian Wasmer (Denzlingen). Alles spricht für den erneuten Sieg von Titelverteidiger Richard Groenendaal aus den Niedeölanden.
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