Robert Bartko knapp geschlagen: Radsport: Hincapie gewinnt "Drei Tage von De Panne"
zuletzt aktualisiert: 01.04.2004 - 17:15De Panne (rpo). Die 28. Auflage der Rad-Fernfahrt "Drei Tage von de Panne" in Belgien ging in diesem Jahr an George Hincapie, dem US-Postal-Teamkollegen von Lance Armstrong. Doppel-Olympiasieger Robert Bartko verpasste den Triumph im abschließenden Zeitfahren nur um vier Hundertstelsekunden.
Der Potsdamer vom niederländischen Rabobank-Rennstall musste sich im Kampf gegen die Uhr über 13,7 km auf dem flachen Rundkurs in De Panne in 16:37,57 Minuten nur dem früheren WM-Dritten Laszlo Bodrogi (16:37,57) aus Ungarn geschlagen geben, Hincapie (16:42,54) wurde Dritter.
Im Gesamtklassement reichte der dritten Rang dem US-Profi, um dem führenden Vortagessieger Baden Cooke (Australien) noch den Gesamtsieg zu entreissen. Vier Tage vor der Flandern-Rundfahrt machte Hincapie seinen zweiten Sieg nach 2001 bei der Generalprobe für den zweiten Frühjahrs-Klassiker mit zehn Sekunden Vorsprung vor dem Cottbuser Danilo Hondo vom Team Gerolsteiner perfekt. Mit jeweils 21 Sekunden Rückstand beendeten der Wittenberger Phonak-Profi Bert Grabsch und Steffen Wesemann vom T-Mobile-Team die Plätze sechs und sieben die Rundfahrt.
"Das war ein schönes Zeitfahren für uns. Danilo ist gut in Form, und die neue Rennmaschine läuft prima. Wir hatten uns voll auf Hincapie konzentriert", sagte der Gerolsteiner Teamleiter Christian Henn, der sich zum Auftakt des Rennens schon über den Etappensieg von Hondo freuen durfte.
Kummer mit positiver Bilanz
Ein positive Bilanz zog auch T-Mobile-Sportdirektor Mario Kummer: "Steffen ist heute gut gefahren und konnte sich im Gesamtklassement noch verbessern. Alles war dicht zusammen. Ich glaube, dass er und die Mannschaft für die Flandern-Rundfahrt gerüstet sind." Ohne ans Limit zu gehen, war Wesemann beim Zeitfahren in guten 16:59,94 Minuten gestoppt worden. Sogar ein klein wenig schneller war Grabsch (16:59,55).
Das erste Teilstück der Schlussetappe hatte am Donnerstagmorgen Marco Zanotti vor Cooke im Schlusssprint für sich entschieden. Beim Sieg des Italiener nach 116 km entlang der Nordsee-Küste mit Start und Ziel in De Panne hatte Hondo auf den letzten 500 m den Anschluss verpasst. Der Brandenburger kam als 28. ins Ziel.
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