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Dopingskandal
Tour-Chef Prudhomme will schnelle Entscheidung im Fall Froome

Doping im Radsport: Tour-Chef Christian Prudhomme will schnelle Entscheidung im Fall Chris Froome
Der Brite Christopher Froome (li.) steht in Düsseldorf neben dem Direktor der Tour de France, Christian Prudhomme. FOTO: dpa, dka jai gfh
Paris. Tour-Direktor Christian Prudhomme fordert im Fall Chris Froome eine schnelle Entscheidung des Radsport-Weltverbandes (UCI). Der viermalige Sieger der Tour de France muss seinen illegal hohen Wert des Asthmamittels Salbutamol in seinem Urin erklären.

1000 Nanogramm pro Milliliter sind erlaubt, Froome hatte bei einer Kontrolle während der Vuelta im September den doppelten Wert aufgewiesen. Dem 32 Jahre alten Briten droht eine Sperre, wie sie in vergleichbaren Fällen Alessandro Petacchi (2008) und Diego Ulissi (2014) erhalten hatten. "Die Situation muss geklärt werden, damit wir aus der Grauzone herauskommen", sagte Prudhomme dem französischen TV-Sender France Info am Freitag und mahnte zur Eile. "Wir wollen nicht, dass das Monate und Monate dauert. Wir brauchen so früh wie möglich in der nächsten Saison eine Antwort der UCI".

Prudhomme will auf jeden Fall eine Situation wie 2011 verhindern.
Damals hatte Alberto Contador den Giro d'Italia gewonnen, obwohl er nach der Tour de France 2010 wegen Clenbuterol-Dopings erwischt worden war. Die Sperre wurde aber erst im Februar 2012 vom Sportgericht CAS bestätigt und der Giro-Gewinn dem Spanier nachträglich abgesprochen.

Froome, der eine Doping-Absicht mit Salbutamol bestreitet und auf seine Asthma-Erkrankung verweist, will beim Giro (4. bis 27. Mai) und bei der Frankreich-Rundfahrt (7. bis 29. Juli) starten.

(dpa)
 
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