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Trotz kaputter Schulter
Tony Martin nimmt WM-Titel ins Visier

Fotos: Tony Martin quält sich mit Schmerzen ins Ziel
Fotos: Tony Martin quält sich mit Schmerzen ins Ziel FOTO: dpa, sn mr
Erfurt. Trotz seines schweren Sturzes bei der Tour de France mit anschließender Schulter-Operation will Rad-Profi Tony Martin zum vierten Mal Zeitfahr-Weltmeister werden.

"Wenn ich nicht die Aussicht hätte, dort bei der WM gewinnen zu können, würde ich erst gar nicht antreten. Ich will Weltmeister werden, ganz klar", sagte der 30-Jährige der "Thüringer Landeszeitung". Die Welttitelkämpfe finden vom 19. bis 27. September in Richmond, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Virginia statt.

Der Olympia-Zweite vom Team Etixx-Quick-Step plant bei den Cyclassics am 23. August in Hamburg seinen ersten Start nach der Operation am linken Schlüsselbein. "Ich bin sehr zufrieden, auch weil ich keine Schmerzen mehr habe. Ich war auch schon wieder auf dem Rad unterwegs, habe auch keine Schonhaltung eingenommen, konnte also ganz normal trainieren", meinte Martin: "In denke mal, dass in drei Wochen die verletzte linke Schulter wieder komplett verheilt ist."

Martin, der auf der Kopfsteinpflaster-Etappe nach Cambrai mit einem Solosieg erstmals in seiner Tour-Karriere das Gelbe Trikot geholt hatte, begreift seinen schweren Sturz und das anschließende Tour-Aus sogar als Chance. "Vielleicht wäre es jetzt gar nicht so gut gewesen für meine Form bei der Weltmeisterschaft, das Jahr komplett durchzufahren", befand Martin: "Ich habe mit Blick auf die WM ein sehr gutes Gefühl."

(dpa)
 
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