| 16.15 Uhr

Nach Ausschluss
Team Bora kämpft für Sagan-Comeback bei der Tour

Pressestimmen: "Das war mutig und es verdient Respekt"
Pressestimmen: "Das war mutig und es verdient Respekt" FOTO: dpa
Troyes . Straßenrad-Weltmeister Peter Sagan wird nach seinem Ausschluss womöglich doch wieder ins Renngeschehen der 104. Tour de France zurückkehren. Sagans deutsches Team Bora-hansgrohe kämpft vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) per Eilantrag gegen die umstrittene Sanktion.

Sollte der CAS das Urteil des Weltverbandes UCI aufheben, will Bora den 27-jährigen Slowaken umgehend wieder ins Rennen schicken. Das kündigte die Mannschaft aus dem oberbayerischen Raubling am Donnerstag an. Die UCI war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Bora sieht in der Urteilsfindung Verfahrensfehler, da Sagan von der Disziplinarkommission entgegen der UCI-Regularien nicht angehört worden sei. Ein Einspruch war am Mittwoch abgelehnt worden. Bora wird durch die Rechtsanwälte Rainer Cherkeh (Hannover) und Maurice Courvoisier (Basel) vertreten.

"Das Team und Peter Sagan vertreten weiterhin die Auffassung, dass Peter Sagan den Sturz Mark Cavendishs auf den letzten 200 m der vierten Etappe nicht - geschweige denn wissentlich - verursacht hat", hieß es in einer Mitteilung. Sagan habe seine Fahrlinie eingehalten und Cavendish auf der rechten Seite nicht sehen können.

Sagan war im Finale der vierten Etappe am Dienstag nach Vittel in einen Massensturz verwickelt. Sagan soll Cavendish nach Ansicht der Kommissare durch einen Ellbogenschlag gefährdet und zu Fall gebracht haben. Der Brite vom Team Dimension Data zog sich bei dem Crash einen Bruch des Schulterblattes zu und ist bereits von der Tour abgereist. Sagan selbst hielt sich auf dem Sattel und verhinderte einen Sturz.

(sid)
 
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