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Nyon
Rassismus: Uefa ermittelt gegen 1. FFC Frankfurt

Nyon. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) ermittelt wegen Rassismusvorwürfen gegen den Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt. Beim Viertelfinal-Rückspiel der Frauen-Königsklasse gegen den schwedischen Meister FC Rosengard (5:4 im Elfmeterschießen) soll es rassistische Sprechchöre gegen Rosengards Gaelle Enganamouit gegeben haben. Laut Uefa wird sich der Kontroll-, Ethik- und Disziplinarausschuss am Dienstag mit den Vorfällen befassen.

Die Kamerunerin wurde im Stadion am Brentanobad bei jeder Ballberührung ausgepfiffen, nachdem sie unter anderem FFC-Torhüterin Anne-Kathrin Kremer gefoult hatte. "Wir werden uns das anschauen und der Uefa eine Stellungnahme abgeben. Ich gehe davon aus, dass wir das von unserer Seite aus aufklären können", sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich. "Aus meiner Sicht waren die Buh-Rufe und Pfiffe die Reaktion einiger Fans auf die unfaire Spielweise der Spielerin. Etwas anderes war auf der Tribüne nicht zu vernehmen." Die Schiedsrichterin hatte offenbar wegen der Buh-Rufe gegen die dunkelhäutige Spielerin kurz die Partie unterbrochen und forderte nach Rücksprache mit der Uefa-Delegierten am Spielfeldrand eine Fairplay-Durchsage, die der Stadionsprecher umsetzte.

(sid)
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