Birgit Fischer "Sportlerin mit Herz": Rauschende Ballnacht: "Hanni" war auch da
zuletzt aktualisiert: 07.11.2004 - 12:43Frankfurt/Main (rpo). Franz Beckenbauer kurierte zu Hause seine Rippenprellung aus, und auch Bundesinnenminister Otto Schily musste als Schirmherr absagen. Doch vom Fehlen der zwei Protagonisten ließ sich die versammelte deutsche Sport-Prominenz nicht abhalten und feierte beim 23. Sportpresseball in der Frankfurter Alten Oper zusammen mit Politgrößen, Schauspielern und Wirtschafts-Bossen einmal mehr eine rauschende Ballnacht.
Vor allem die achtmalige Olympiasiegerin Birgit Fischer genoss den Abend, der diesmal unter dem Motto "Titel, Tanz und Tore" stattfand. Die erfolgreichste Kanutin aller Zeiten wurde zur "Sportlerin mit Herz" gewählt. "Das ist eine ganz besondere Ehre für mich und etwas Besonderes, weil es eine Wahl unabhängig von allen sportlichen Leistungen ist", sagte Fischer. Die 42-Jährige wurde für ihr Engagement beim Projekt "Lebendige Flüsse" der Deutschen Umwelthilfe ausgezeichnet.
Einer der ersten Gratulanten war Vorjahressieger Sven Hannawald. Der am Burnout-Syndrom erkrankte Skisprung-Star fühlte sich sichtlich wohl. "Mir geht es wieder gut", sagte Hannawald, wollte zu einer möglichen Rückkehr in den Leistungssport aber keine Auskunft geben.
Knapp 3.000 Ballgäste
Ohnehin nutzten die knapp 3.000 Ballgäste die Gelegenheit, um abseits des Tagesgeschäftes ihre Seele baumeln zu lassen. "Das ist ein wunderschöner Abend. Der Ball ist einfach mal eine gute Gelegenheit, um mit vielen Leuten ungezwungen zu reden", meinte NOK-Präsident Klaus Steinbach, während der Chefkoch Entenbrust in Majoran-Apfel-Sauce auftischte und auf der Bühne Startenor Jose Carreras begeisterte.
Auch DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder war einmal mehr angetan. "Ich genieße diesen Ball jedes Jahr aufs Neue", sagte "MV" und vergaß nicht, Genesungswünsche an Beckenbauer zu übermitteln: "Der Franz fehlt hier. Ich hoffe, dass es ihm schnell wieder besser geht."
130.000 Euro durch Tombola
Freuen konnte sich Beckenbauer trotzdem. In Abwesenheit des "Fußball-Kaisers" kam der Erlös des Balls wie in den Vorjahren der Franz Beckenbauer-Stiftung für körperlich, geistig oder seelisch behindert oder unverschuldet in wirtschaftliche Not geratene Menschen zugute. Rund 130.000 Euro erlöste der Verein Frankfurter Sportpresse alleine durch die Tombola.
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