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Sinsheim
RB Leipzig rüstet mit Burke und Bernardo auf

Sinsheim. Die Sachsen brennen nach dem ersten Punkt in der Bundesliga auf die Heimpremiere gegen den BVB.

Aufsteiger RB Leipzig hat gerade einmal 90 Minuten Bundesliga-Fußball hinter sich, und schon schwillt den Roten Bullen stolz die Brust. "Wenn wir noch einmal so auftreten, können wir auch Dortmund wehtun", sagte Neuzugang Timo Werner nach der gelungenen Premiere des 55. Liga-Neulings am Sonntag.

Beim 2:2 (0:0) bei 1899 Hoffenheim war das umstrittene Fußballprojekt noch nicht einmal in Bestbesetzung angetreten. "Man muss auch sehen, wer noch gefehlt hat", sagte Sportdirektor Ralf Rangnick, der eine recht emotionslose Rückkehr nach Sinsheim (166 Spiele als Hoffenheim-Trainer) gefeiert hatte: "Wir haben noch sechs potenzielle Stammspieler, die nicht oder nicht von Anfang an gespielt haben. Wir haben noch Luft nach oben."

Borussia Dortmund soll das in zwei Wochen (10. September/18.30 Uhr) bei der RB-Heimspielpremiere zu spüren bekommen. Dann könnte auch Top-Talent Oliver Burke (19) zur Startformation gehören. Dass Leipzig den von zahlreichen europäischen Spitzenklubs gejagten schottischen Nationalspieler für rund zwölf Millionen Euro von Nottingham Forest verpflichten konnte, beweist das Potenzial des Bundesliga-Neulings. Zudem hat RB mit Bernardo (Red Bull Salzburg) einen weiteren Spieler verpflichtet. "Wir sind gut aufgestellt. Das war es jetzt", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl.

Wie zu erwarten, war Leipzig schon in Sinsheim kein Aufsteiger wie jeder andere. "Wir waren hungrig und haben nicht akzeptiert, hier nichts mitzunehmen", sagte Hasenhüttl: "Das war ein Fingerzeig dafür, was wir zu leisten imstande sind. Ich glaube, wir werden mit dieser Mannschaft viel Freude haben."

Mit Profis wie Timo Werner, Yussuf Poulsen oder den Olympia-Helden Lukas Klostermann und Davie Selke erinnert RB aktuell an die Geschichte des Gegners Hoffenheim, der nach dem Aufstieg mit Rangnick 2008 zunächst ähnlich angefeindet und dann mit begeisterndem Fußball Herbstmeister und am Ende Siebter wurde. "Eine sorgenfreie Saison - dabei bleibe ich", sagte Rangnick zu den Saisonzielen: "Wenn wir vom zehnten Spieltag bis zum Schluss nichts mit den unteren Plätzen zu tun haben, würde ich das als realistisch einordnen."

Dafür, sagte Kapitän Dominik Kaiser, der das historische erste Tor zum 1:1 (58.) erzielte, habe die Mannschaft "die individuelle Qualität und den Spirit, der uns durch die Saison tragen wird". Poulsen stellten seinen Teamkollegen ein gutes Zeugnis aus: "Alle haben bestanden", sagte der Stürmer: "Alle sind in der Liga angekommen."

Das Zweitliga-Spiel zwischen Kaiserslautern und Fortuna Düsseldorf war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet.

(sid)
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