72. French Open: Regen statt Agassi
zuletzt aktualisiert: 06.06.2002 - 07:12Paris (rpo). Regen, Sturm und bisschen Agassi: Die für Mittwoch angesetzten Viertelfinals der Herren fielen bis auf ein paar Ballwechsel zwischen Andre Agassi (USA) und Juan Carlos Ferrero (Spanien) dem schlechten Wetter zum Opfer.
Das Match wurde beim Stand von 2:5 unterbrochen. Die anderen beiden verbliebenen Viertelfinalspiele wurden abgesagt und sollen am Donnerstag nachgeholt werden - dann ist auch das Damen-Halbfinale angesetzt. Der Wetterbericht verheißt allerdings erst für den Nachmittag den Abzug der Regenschauer.
Gegen 13.30 Uhr betraten Andre Agassi und der spanische "Sandkönig" Juan Carlos Ferrero mit eineinhalbstündiger Verspätung den Court Central. Das Wetter hielt genau 23 Minuten bis zum 5:2 für Ferrero. Dann kamen der Regen und das lange Warten. Um 18.50 Uhr wurde vor nahezu leeren Rängen und bei starkem Seitenwind auf dem Court Central erneut begonnen. Der zweite Versuch dauerte 13 Minuten, Agassi verlor den ersten Satz, dann brach Oberschiedsrichter Stefan Fransson die Farce endgültig ab.
Profiteur des Schmuddelwetters war Albert Costa (Spanien), der als einziger feststehender Semifinalist in der Players Lounge in aller Ruhe Fußball schauen konnte. Bei den Organisatoren herrschte dagegen Krisenstimmung wegen eines drohenden Verlusts von etwa 500. 000 Euro. Wenn am ganzen Tag insgesamt weniger als zwei Stunden gespielt werden kann, erhalten die Zuschauer ihr Geld zurück.
Die 72. French Open werden als eines der feuchtesten Turniere in die Geschichte eingehen. Nachdem es bereits am Montag und Dienstag der ersten Woche gegossen hatte, geht dieser Mittwoch als zweitschlimmster Regentag in die Geschichte ein. Am 30. Mai 2000 mussten alle Matches wegen Regens komplett abgesagt werden.
Jetzt bleibt nur doch die Hoffnung auf Petrus, damit am Donnerstag neben den Nachholspielen auch die Damen-Halbfinals über die Bühne gehen können. Im Mittelpunkt steht das Halbfinale zwischen Titelverteidigerin Jennifer Capriati und Serena Williams.
"Ich kämpfe um mein Leben. Wenn ich die Aggression, mit der ich in das Match gegen Serena gehe, die ganze Zeit halte, kann ich gewinnen", meint Capriati. Verliert die 26-Jährige das Spiel, werden nach Paris in Venus und Serena Williams erstmals zwei Schwestern an der Spitze der Weltrangliste stehen. Venus Williams ist in ihrer Semifinal-Partie gegen die als erste ungesetzte Spielerin seit zwölf Jahren unter die letzten Vier vorgestoßene Argentinierin Clarissa Fernandez haushohe Favoritin.
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